Kirchenaustritt in Berlin

Der Austritt muss persönlich beim Amtsgericht oder bei einem Notar erklärt werden.

Sie benötigen dazu einen gültigen Personalausweis oder einen Reisepass mit letzter Meldebescheinigung.

Die Gebühr für den Kirchenaustritt beträgt 30 €.

Die allgemeine örtliche Zuständigkeit richtet sich grundsätzlich nach dem Wohnsitz. Die Amtsgerichtsbezirke entsprechen nur teilweise den Bezirksgrenzen. Wählen Sie Ihren Ortsteil:

CharlottenburgMitteTempelhof
FriedrichshainNeuköllnTiergarten
HellersdorfPankowTreptow
HohenschönhausenPrenzlauer BergWedding
KöpenickReinickendorfWeißensee
KreuzbergSchönebergWilmersdorf
LichtenbergSpandauZehlendorf
MarzahnSteglitz 

Kirchensteuer Berlin

Nach dem Kirchenaustritt informiert die Meldebehörde automatisch das zuständige Finanzamt, damit dieses die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) ändert. Die Kirchensteuerpflicht endet mit Ablauf des Monats in dem der Kirchenaustritt erklärt wurde ("zum nächsten Ersten").

Der Kirchensteuerhebesatz im Bundesland Berlin beträgt 9.0 %.

Kirchensteuererhebende Kirchen und Religionsgemeinschaften im Bundesland Berlin:

Evangelische Kirche
Römisch-Katholische Kirche
Alt-Katholische Kirche
Jüdische Gemeinde

Mehr Infos zur Kirchensteuer - Kirchensteuerrechner

Statistik Berlin

Religionszugehörigkeit in Berlin
Mitglieder der Katholischen und Evangelischen Kirche mit Wohnsitz in Berlin

JahrEinwohnerKath. Kirchein %Ev. Kirchein %Gesamt in %
20013 388 434309 4439,1784 40723,132,3
20023 392 425309 6809,1773 97122,831,9
20033 388 477311 3859,2756 86622,331,5
20043 387 828312 3989,2744 38822,031,2
20053 395 189318 3279,4732 89021,631,0
20063 404 037321 4459,4688 69620,229,7
20073 416 255322 7869,4675 77919,829,2
20083 431 675322 8459,4665 00819,428,8
20093 442 675320 7969,3660 00619,228,5
20103 460 725318 2489,2648 33118,727,9
20113 501 872322 2229,2641 31618,3
27,5
20123 375 222326 5089,7633 26818,828,4
20133 421 829330 5749,7624 90018,327,9
20143 469 849331 4199,6611 80017,627,2
20153 520 031330 2139,4   

Quellen: Kirchenamt der EKD, Deutsche Bischofskonferenz

 

Kirchenaustritte in Berlin

JahrKatholische KircheEvangelische Kirche
20044992 240
2005 5 448
20062 2975 715
20072 6336 621
20083 3218 225
20094 1978 067
20105 0387 319
20114 5227 621
20124 4397 566
20135 8629 586
20145 82211 505

Quellen: Statistische Jahrbücher für Berlin, EKBO

Statistiken zur Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg - Statistiken zum Erzbistum Berlin

Weitere Statistiken

Termine und Veranstaltungen Berlin

Datum Veranstaltung Ort
24.12.16 Das Leben des Brian zu Weihnachten in Berlin-Friedrichshain Berlin

Kirchenaustrittsgesetz Berlin

Gesetz
über den Austritt
aus Religionsgemeinschaften öffentlichen Rechts
(Kirchenaustrittsgesetz)
Vom 30. Januar 1979

Zuletzt geändert am 17.12.2014

§ 1

(1) Der Austritt aus einer Religionsgemeinschaft öffentlichen Rechts ist bei dem Amtsgericht zu erklären, in dessen Bezirk der Erklärende seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.
 
(2) Die Erklärung kann mündlich oder schriftlich abgegeben werden. Sie ist unwirksam, wenn sie Bedingungen oder andere Zusätze enthält. Über die mündliche Erklärung ist eine Niederschrift aufzunehmen. Die schriftliche Erklärung muß öffentlich beglaubigt sein. Ehegatten oder Lebenspartner sowie Eltern und Kinder können den Austritt in derselben Urkunde erklären.
 
(3) Für die Bearbeitung der Austrittserklärung durch das Amtsgericht werden Kosten nach den Bestimmungen des Justizverwaltungskostengesetzes in der Fassung vom 16. August 1993 (GVBl. S. 372), das zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 16. April 2014 (GVBl. S. 98) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung erhoben. Die Verwaltungsgebühr ist im Voraus zu entrichten. Auslagen werden nicht erhoben.

§ 2

(1) Den Austritt kann erklären, wer das 14. Lebensjahr vollendet hat und nicht geschäftsunfähig ist. Für Kinder unter 14 Jahren und für Geschäftsunfähige kann der gesetzliche Vertreter, dem die Sorge für die Person obliegt, den Austritt erklären. Hat das Kind das zwölfte Lebensjahr vollendet, so kann der Austritt nicht gegen seinen Willen erklärt werden.
 
(2) Eine Austrittserklärung durch einen bevollmächtigten Vertreter ist nicht zulässig.

§ 3

(1) Austrittserklärungen werden mit dem Ablauf des Tages wirksam, an dem die Niederschrift unterzeichnet wurde oder die schriftliche Erklärung eingegangen ist.
 
(2) Die Austrittserklärung bewirkt im staatlichen Bereich die dauernde Befreiung des Ausgetretenen von allen Leistungen, die auf der persönlichen Zugehörigkeit zu der Religionsgemeinschaft beruhen. Die Befreiung tritt mit dem Ende des Monats ein, in dem die Austrittserklärung beim Amtsgericht eingeht.

§ 4

Dem Ausgetretenen wird eine Bescheinigung über den Austritt erteilt. Das Amtsgericht benachrichtigt unverzüglich die Religionsgemeinschaft, der der Ausgetretene angehört hat, von der Abgabe der Erklärung. Es teilt den Austritt der für die Wohnung des Ausgetretenen zuständigen Meldebehörde sowie dem Standesbeamten, der das Familienbuch oder das Lebenspartnerschaftsbuch führt, oder, falls kein Familienbuch oder kein Lebenspartnerschaftsbuch angelegt ist, dem Standesbeamten, der die Eheschließung oder die Begründung einer Lebenspartnerschaft beurkundet hat, mit.

§ 5

Die §§ 1 bis 4 gelten entsprechend für den Austritt aus Weltanschauungsgemeinschaften öffentlichen Rechts.

§ 6

§ 3 gilt auch für die seit dem 1. Januar 1978 abgegebenen Austrittserklärungen.

§ 7

(1) Dieses Gesetz tritt am Tage nach der Verkündung im Gesetz- und Verordnungsblatt für Berlin in Kraft.

(2) Mit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes tritt das Gesetz betreffend den Austritt aus den Religionsgemeinschaften öffentlichen Rechts vom 30. November 1920 (GS 1921 S. 119) außer Kraft.

Das vorstehende Gesetz wird hiermit verkündet.

Der Regierende Bürgermeister

Stobbe