Kirchenaustritt in Brandenburg

Der Austritt muss persönlich beim Amtsgericht oder bei einem Notar erklärt werden.

Sie benötigen dazu einen gültigen Personalausweis oder einen Reisepass mit letzter Meldebescheinigung. Verheiratete oder Geschiedene müssen zusätzlich das Familienbuch mitbringen.

Gebühr: 0.00 €

 

Kirchensteuer Brandenburg

Im Zusammenhang mit der Einführung der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) übermitteln die Meldeämter das Datum des Austritts an die Datenbank der Finanzverwaltung.

Nimmt Ihr Arbeitgeber bereits am elektronischen Lohnsteuerabzugsverfahren teil, wird der Wegfall der Kirchensteuer über die ELStAM-Datenbank automatisch erfasst.

Nimmt ihr Arbeitgeber noch nicht am ELStAM-Verfahren teil, müssen Sie Ihre Lohnsteuerkarte selbst beim Finanzamt ändern lassen.

Kirchensteuerhebesatz Brandenburg: 9.0 %: - Mehr Infos zur Kirchensteuer

Statistik Brandenburg

Religionszugehörigkeit in Brandenburg
Mitglieder der Katholischen und Evangelischen Kirche mit Wohnsitz in Brandenburg

Jahr
Bevölkerung
Kath. Kirche
in %
Evang. Kirche
in %
2001
2 593 040
91 741
3,5
520 904
20,1
2002
2 582 379
90 999
3,5
514 888
19,9
2003
2 574 521
79 557
3,1
504 992
19,6
2004
2 567 704
80 517
3,1
492 933
19,2
2005
2 559 483
79 166
3,1
487 861
19,1
2006
2 547 772
79 351
3,1
461 150
18,1
2007
2 535 737
79 816
3,1
450 517
17,8
2008
2 522 493
78 826
3,1
444 738
17,6
2009
2 511 525
77 830
3,1
435 507
17,3
20102 503 27377 2393,1427 63817,1
20112 495 63577 8553,1420 07016,8
20122 449 51178 6933,2413 40916,9
20132 449 19379 9043,3405 26416,5
20142 457 87280 3423,3396 40416,1

Quelle: Kirchenamt der EKD, Referat Statistik

Kirchenaustritte in Brandenburg

JahrKatholische KircheEvangelische Kirche
20054051 582
20063941 666
20073922 038
20085102 522
20095032 164
20106752 310
20115982 228
20125462 272
2013751 
2014  6 311

Quelle: Statistische Jahrbücher Brandenburg

Statistiken zur Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg - Statistiken zum Erzbistum Berlin

Weitere Statistiken

Kirchenaustrittsgesetz Brandenburg

Verordnung zur Bestimmung der zuständigen Stelle zur Entgegennahme und über die Behandlung von Austrittserklärungen aus einer Kirche, einer Religionsgemeinschaft oder Weltanschauungsvereinigung des öffentlichen Rechts
(Kirchenaustrittsverordnung- KiAusV)
Vom 28. Oktober 2004

Auf Grund des § 5 Abs. 4 des Brandenburgischen Kirchensteuergesetzes vom 25. Juni 1999 (GVBl. I S. 251) verordnet die Landesregierung:

§ 1

Der Austritt aus einer Kirche, einer Religionsgemeinschaft oder Weltanschauungsvereinigung, die Körperschaft des öffentlichen Rechts ist, ist zur Niederschrift des Urkundsbeamten der Geschäftsstelle des Amtsgerichts zu erklären, in dessen Bezirk der Erklärende seinen Wohnsitz oder beim Fehlen eines Wohnsitzes seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.

§ 2

(1) Den Austritt kann erklären, wer das 14. Lebensjahr vollendet hat und nicht geschäftsunfähig ist.

(2) Für Kinder unter 14 Jahren und für Geschäftsunfähige kann der gesetzliche Vertreter, dem die Personensorge zusteht, den Austritt erklären.

(3) Hat das Kind das zwölfte Lebensjahr vollendet, so kann sein Austritt nur mit seiner Zustimmung erklärt werden.

(4) Eine Austrittserklärung durch einen bevollmächtigten Vertreter ist nicht zulässig.

§ 3

(1) Die Austrittserklärung kann auch in öffentlich beglaubigter Form schriftlich erklärt werden.

(2) Die Kirche, Religionsgemeinschaft oder Weltanschauungsvereinigung muss eindeutig bezeichnet sein. Ein Nachweis der Zugehörigkeit ist nicht erforderlich.

(3) Die Austrittserklärung darf keine Vorbehalte, Bedingungen oder Zusätze enthalten.

§ 4

(1) Die Austrittserklärung wird mit Ablauf des Tages wirksam, an dem die Niederschrift der Austrittserklärung unterzeichnet wurde oder an dem die schriftliche Erklärung bei dem Amtsgericht eingegangen ist.

(2) Das Ende der Kirchensteuerpflicht als Folge des Kirchenaustritts regelt das Brandenburgische Kirchensteuergesetz.

§ 5

(1) Der Urkundsbeamte der Geschäftsstelle hat dem Ausgetretenen unverzüglich nach Abgabe der Austrittserklärung eine Austrittsbescheinigung zu erteilen. In der Bescheinigung ist anzugeben, wann die Austrittserklärung wirksam geworden ist.

(2) Der Urkundsbeamte der Geschäftsstelle hat die Kirche, die Religionsgemeinschaft oder Weltanschauungsvereinigung unverzüglich durch Übersendung einer beglaubigten Abschrift der Austrittserklärung zu unterrichten. Außerdem hat er den Austritt der für die Wohnung des Ausgetretenen zuständigen Meldebehörde sowie dem Standesbeamten, der das Familienbuch führt, oder, falls kein Familienbuch angelegt ist, dem Standesbeamten, der die Eheschließung beurkundet hat, mitzuteilen.

§ 6

(1) Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft.

(2) Mit dem In-Kraft-Treten dieser Verordnung treten

1. die Verordnung über den Austritt aus Religionsgemeinschaften öffentlichen Rechts vom 13. Juli 1950 (GBl. Nr. 78 S. 660) und
2. die Erste Durchführungsbestimmung zur Verordnung über den Austritt aus Religionsgemeinschaften öffentlichen Rechts vom 20. März 1952 (GBl. Nr. 50 S. 324)

außer Kraft.

Potsdam, den 28. Oktober 2004

Die Landesregierung des Landes Brandenburg
Der Ministerpräsident
Matthias Platzeck

Die Ministerin der Justiz
Beate Blechinger