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Lexikon: Evangelische Kirche in Mitteldeutschland

Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) ist eine von 22 Gliedkirchen (Landeskirchen) der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sie hat ihren Sitz in Magdeburg und Eisenach und ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.


Inhaltsverzeichnis
   
1 Kurzinfo
2 Kirchenaustritt
3

Geschichte

4

Gebiet

5 Landesbischof
6 Synode
7 Gliederung
8 Statistik
9 Links
 
1 Kurzinfo
   
Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM)
   
Am Dom 2 39104 Magdeburg
   
Landesbischöfin: Ilse Junkermann Präses der Synode: Wolf von Marschall
   
Mitglieder der Landeskirche (2009): 858.453 (19,2 % Bevölkerungsanteil)
   
Kirchenaustritte (2009): 4 594 (0,5 %) Homepage: www.ekmd.de
   
2 Kirchenaustritt

Wenn Sie aus der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland austreten wollen, müssen Sie dies beim Standesamt erklären (in Brandenburg beim Amtsgericht). Die Zuständigkeit richtet sich nach Ihrem Wohnort.

Amtsgerichte in Brandenburg

Standesämter in Sachsen

Standesämter in Sachsen-Anhalt

Standesämter in Thüringen

3 Geschichte

Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland wurde am 1. Januar 2009 gegründet, nachdem die Synoden der Evangelischen Kirche der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen im Jahr 2007 die Vereinigung ihrer beiden Landeskirchen beschlossen hatten und sich am 5. Juli 2008 eine gemeinsame Verfassung gaben.

 
 
4 Gebiet

Das Gebiet der EKM befindet sich überwiegend in den Ländern Sachsen-Anhalt und Thüringen. Außerdem gehören kleinere Teile der Länder Brandenburg und Sachsen zum Gebiet der Landeskirche. Einige Gebiete in Sachsen-Anhalt gehören zur Evangelischen Landeskirche Anhalts oder zur Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Braunschweig (Calvörde, Blankenburg). Teile Thüringens gehören zur Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Somit entspricht es im Wesentlichen dem 1920 gegründeten und bis 1952 bestehenden Land Thüringen sowie der ehemals preußischen Provinz Sachsen.

5 Landesbischof

An der Spitze der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland steht die Landesbischöfin. Als erste gemeinsame Landesbischöfin wurde am 21. März 2009 Ilse Junkermann von der Landessynode im dritten Wahlgang gewählt und am 29. August 2009 im Magdeburger Dom in das Amt eingeführt.

Landesbischöfe

1. Januar bis 1. Juni 2009: Christoph Kähler
1. Januar bis 7. Juni 2009: Axel Noack
1. Juni bis 29. August 2009: Propst Dr. Hans Mikosch
7. Juni bis 29. August 2009: Propst Siegfried Kasparick
seit 29. August 2009: Ilse Junkermann

6 Synode

Als „Parlament” hat die Landeskirche eine Landessynode. Deren Mitglieder, die 84 Synodalen, werden auf fünf Jahre gewählt bzw. berufen oder gehören ihr von Amts wegen an. Die Landessynode tritt in der Regel einmal im Jahr zu einer mehrtägigen Sitzung zusammen. Die Tagung wird vom Präsidium geleitet, dem der Präses sowie zwei Stellvertreter angehören. Zu den Aufgaben der Landessynode gehört u.a. die Wahl des Bischofs bzw. der Bischöfin, der Regionalbischöfe und der Dezernenten des Kirchenamtes.

Präsides der Landessynode

1. bis 23. Januar 2009: Petra Gunst
seit 23. Januar 2009: Wolf von Marschall

7 Gliederung

In der Verwaltungshierarchie ist die Landeskirche von unten nach oben wie folgt aufgebaut:

An der Basis stehen die derzeit 3.315 Kirchengemeinden als Körperschaften des öffentlichen Rechts mit gewählten Gemeindekirchenräten. Die Mitglieder dieser Gremien heißen Kirchenälteste.

Mehrere Kirchengemeinden bilden zusammen einen Kirchenkreis. Die 38 Kirchenkreise haben als Gremium die Kreissynode mit einem Präsidium der Kreissynode. Die Mitglieder der Kreissynode werden von den jeweiligen Gemeindekirchenräten gewählt. Der leitende Geistliche eines Kirchenkreises trägt die Amtsbezeichnung Superintendent. Eine Besonderheit bildet der Reformierte Kirchenkreis mit Sitz in Halle. Er besteht nicht aus einem zusammenhängenden Territorium, sondern aus den fünf reformierten Einzelgemeinden in Aschersleben, Burg, Halberstadt, Halle und Magdeburg. Der leitende Geistliche des Reformierten Kirchenkreises trägt die Amtsbezeichnung Senior.


Die Abschnitte 3 bis 7 basieren auf dem Artikel EKM aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

8 Statistik

Mitgliederzahlen der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland

Jahr
Mitglieder
in % der Bev.
Kirchenaustritte
in %
2008
881 805
19,5
5 198
0,6
2009
858 453
19,2
4 594
0,5

Quelle: Kirchenamt der EKD, Referat Statistik

Statistiken zu den Bundesländern Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Statistiken zur EKD - Statistiken zur Kirchensteuer - Weitere Statistiken

 
Wchseln
 
9 Links
 
Evangelische Kirche in Mitteldeutschland
 
Homepage der EKM
 
Lexikon
 
Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)
Christentum
Jesus Christus

Die Bibel

Weitere Einträge
 
Austritt aus der EKM
 
Kirchenaustritt in Brandenburg
Kirchenaustritt in Sachsen
Kirchenaustritt in Sachsen-Anhalt
Kirchenaustritt in Thüringen
 
 

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