Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg ist eine von 20 Gliedkirchen (Landeskirchen) der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sie hat ihren Sitz in Oldenburg und ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.

Wenn Sie aus der Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg austreten wollen, müssen Sie dies beim Standesamt erklären. Die Zuständigkeit richtet sich nach Ihrem Wohnort.

Statistik

Mitgliederzahlen der Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg

Kirchenaustritte aus der Evangelischen Kirche in Oldenburg

Jahr
Mitglieder
in % der Bev.
Kirchenaustritte
in %
2001
475 887
 
4 823
1,0
2002
473 442
 
3 850
0,8
2003
470 425
45,4
3 425
0,7
2004
469 151
45,1
2 846
0,6
2005
466 507
44,8
2 331
0,5
2006
463 448
44,5
2 279
0,5
2007
460 538
44,1
2 490
0,5
2008
455 768
43,7
3 410
0,7
2009
451 410
43,3
2 734
0,6
2010446 89942,72 7500,6
2011443 28542,33 0320,7
2012439 38642,63 0540,7
2013434 43442,13 8280,9
2014428 60841,25 1441,2

Quelle: Kirchenamt der EKD, Referat Statistik

Statistiken zum Bundesland Niedersachsen

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Landesbischof

Der Bischof (bis 1934 Präsident des Oberkirchenrats, von 1640 bis 1853 Generalsuperintendent, davor Superintendent), der von der Synode gewählt wird, übt nach der Kirchenordnung als erster Pfarrer der Kirche durch Verkündigung und Seelsorge das Hirten- und Wächteramt aus. Er hat seinen Amtssitz in Oldenburg (Oldb). Bischofskirche der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg ist die St. Lamberti-Kirche in Oldenburg (Oldb). Nach Vollendung seines 68. Lebensjahres tritt der Bischof in der Regel in den Ruhestand. Vertreten wird der Bischof in seiner Funktion als Vorsitzender des Oberkirchenrates in Verwaltungsangelegenheiten vom juristischen Mitglied des Oberkirchenrates; in theologischen Fragen vom dienstältesten theologischen Mitglied.

Leitende Geistliche der Oldenburgischen Kirche

1573–1595: Hermann Hamelmann, Superintendent (Grafschaft Oldenburg)
1609–1637: Gottfried Schlüter, Superintendent (Grafschaft Oldenburg)
1637–1638: Anton Buscher, kommissarischer Superintendent (Grafschaft Oldenburg)
1638–1639: Gerhard Langhorst, kommissarischer Superintendent (Grafschaft Oldenburg)
1640-1651: Nicolaus Vismar, Generalsuperintendent
1651-1655:
1655-1657: Martin Strackerjan, Generalsuperintendent
1657-1667: Dr. Matthias Cadovius, Generalsuperintendent
1680-1686: Gregorius Michael, Generalsuperintendent
1686-1699: Nikolaus Alardus, Generalsuperintendent
1701-1709: Bonaventura Krahe, Generalsuperintendent
1709-1732: Kaspar Büssing, Generalsuperintendent
1753-1750: Rudolf Ibbeken, Generalsuperintendent
1751-????: Johann Adam Flessa, Generalsuperintendent
1789-1801: Heinrich Esdras Mutzenbecher, Generalsuperintendent
1805-1831: Anton Georg Hollmann, Generalsuperintendent
1836-1853: Ernst Gottfried Adolf Böckel, Generalsuperintendent
1893-1904: Martin Bernhard Schomann, Präsident des Oberkirchenrats
1904-1920: Eugen von Finckh, Präsident des Oberkirchenrats
1920-1934: Heinrich Tilemann, Präsident des Oberkirchenrats
1934-1944: Johannes Volkers, Bischof
1945-1952: Wilhelm Stählin, Bischof
1952-1953: Bischofskrise: gewählt aber nicht eingeführt: Wilhelm Hahn
1954-1967: Gerhard Jacobi, Bischof
1967-1985: Hans-Heinrich Harms, Bischof
1985-1998: Wilhelm Sievers, Bischof
1998-2008: Peter Krug, Bischof
2008-heute: Jan Janssen, Bischof

Gebiet

Das Gebiet der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg umfasst im Wesentlichen den Hauptteil des ehemaligen Landes Oldenburg, also das Kernland ohne die damaligen Landesteile Lübeck und Birkenfeld. Das ehemalige Land Oldenburg wurde 1946 Bestandteil des Landes Niedersachsen. Änderungen der Gemeinde- und Kreisgrenzen, die nach 1946 vorgenommen wurden, haben sich auf das Gebiet der Landeskirche Oldenburg nicht ausgewirkt.
 
Vollständig zum Gebiet der Landeskirche gehören heute die kreisfreien Städte Oldenburg (Oldb), Delmenhorst und Wilhelmshaven sowie die Landkreise Ammerland, Cloppenburg und Wesermarsch.
 
Nicht zur Landeskirche Oldenburg gehören:
 
- im Landkreis Vechta der Ortsteil Vörden der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden
- im Landkreis Friesland der Ortsteil Gödens der Gemeinde Sande (Friesland) und
- im Landkreis Oldenburg die Samtgemeinde Harpstedt.
 
Anderen Landkreisen zugeordnet wurden nach 1946 die folgenden Teile der Landeskirche Oldenburg:
 
- der Ortsteil Idafehn der Gemeinde Ostrhauderfehn im Landkreis Leer
- ein Teil der Gemeinde Loxstedt im Landkreis Cuxhaven und
- ein Teil der Gemeinde Stuhr im Landkreis Diepholz.
Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg

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