Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR)

Die Evangelische Kirche im Rheinland ist eine von 20 Gliedkirchen (Landeskirchen) der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sie hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.

Wenn Sie aus der evangelischen Kirche im Rheinland austretenwollen, müssen Sie dies vor einer staatlichen Behörde erklären, in Rheinland-Pfalz und im Saarland beim Standesamt, in Hessen und Nordrhein-Westfalen beim Amtsgericht. Die Zuständigkeit richtet sich nach Ihrem Wohnort.

 
 
 
 
 

Statistik

Evangelische Kirche im Rheinland: Mitgliederzahlen und Kirchenaustritte

Evangelische Kirche im Rheinland: Kirchenaustritte

Jahr
Mitglieder
in % der Bev.
Kirchenaustritte
in %
2001
3 003 000
24,4
19 514
0,6
2002
3 029 591
 
22 150
0,7
2003
2 965 680
24,0
21 225
0,7
2004
2 952308
23,9
16 364
0,6
2005
2 936 702
23,8
14 159
0,5
2006
2 919 699
23,7
13 630
0,5
2007
2 888 736
23,4
13 634
0,5
2008
2 859 531
23,3
18 076
0,6
2009
2 824 127
23,0
15 186
0,5
20102 795 59022,815 4810,5
20112 769 63722,614 7470,5
20122 740 69222,713 9150,5
20132 707 05022,419 0050,7
20142 662 78921,927 7171,0

Quelle: Kirchenamt der EKD, Referat Statistik

Statistiken zu den Bundesländern: NRW - Hessen - Rheinland-Pfalz - Saarland

Statistiken zur EKD - Statistiken zur Kirchensteuer - Weitere Statistiken

Präses

An der Spitze der Evangelischen Kirche im Rheinland steht der Präses, der von der Landessynode gewählt wird. Er darf bei seiner Wahl das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, kann dann aber bis zur turnusmäßigen Neuwahl - spätestens nach acht Jahren - im Amt bleiben. Der Präses ist geistlicher und juristischer Leiter der Kirche sowie Vorsitzender der Landessynode.

Präsides

1948 - 1957: D.Heinrich Karl Ewald Held
1958 - 1971: Prof. D. Dr.phil. Wilhelm Joachim Beckmann
1971 - 1981: Lic. theol. Karl Immer
1981 - 1989: D. Gerhard Brandt
1989 - 1996: Peter Beier
1996 - 1997: Hans Ulrich Stephan, Oberkirchenrat und amtierender Präses
1997 - 2003: Manfred Kock
2003 - 2013: Nikolaus Schneider
2013 - heute: Manfred Rekowski

Gebiet

Die Evangelische Kirche im Rheinland umfasst das Gebiet der früheren Preußischen Rheinprovinz innerhalb der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union. Nach Auflösung des Staates Preußen nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Rheinprovinz in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland auf. Die östliche Exklave der Rheinprovinz (Raum Wetzlar) war bereits 1932 der Provinz Hessen-Nassau zugeteilt worden, kam somit 1945 zum Bundesland Hessen, gehört jedoch kirchlich weiterhin zum Rheinland. Somit umfasst das Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland folgende Gebiete in vier Bundesländern:
 
in Nordrhein-Westfalen die Regierungsbezirke Düsseldorf (mit Ausnahme des Velberter Ortsteils Nierenhof) und Köln ganz, aus dem Regierungsbezirk Münster den Dorstener Stadtteil Hardt und die Isselburger Stadtteile Anholt, Vehlingen und Isselburg sowie aus dem Regierungsbezirk Arnsberg den Neunkirchener Stadtteil Struthütten.
 
in Rheinland-Pfalz die ehemaligen Regierungsbezirke Koblenz und Trier mit Ausnahme der Landkreise Rhein-Lahn-Kreis und Westerwaldkreis, der Gemeinden Mudersbach, Brachbach und des Bendorfer Stadtteils Stromberg. Die Landkreise Bad Kreuznach sowie aus dem ehemaligen Regierungsbezirk Rheinhessen-Pfalz die Landkreise Kusel und Mainz-Bingen gehören nur teilweise zur rheinischen Kirche.
 
im Saarland die Kreise Merzig-Wadern, Neunkirchen und Saarlouis ganz, der Stadtverband Saarbrücken mit Ausnahme des 1974 eingemeindeten Stadtteils Ensheim und des Sulzbacher Stadtteils Schnappach, der Landkreis Sankt Wendel mit Ausnahme der St. Wendeler Stadtteile Niederkirchen, Hoof, Osterbrücken, Bubach, Saal und Marth sowie im Saarpfalz-Kreis der St. Ingberter Ortsteil Rentrisch. 
 
in Hessen die östliche Exklave Wetzlar aus Teilen des Lahn-Dill-Kreises und des Landkreises Gießen.
Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR)

Grafik steht unter CC BY-SA 3.0-Lizenz. Urheber: Wikipedia-User: svolks