| |
|
| Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern |
(ELKB) |
| |
|
| Katharina-von-Bora-Straße 11-13 |
80 333 München |
| |
|
| Landesbischof: Dr. Johannes Friedrich |
Präses der Synode: Dorothea Deneke-Stoll |
| |
|
| Mitglieder der ELKB (2009): |
2 570 041 (20,5 % Bevölkerungsanteil) |
| |
|
| Kirchenaustritte (2009): 17 828 (0,7 %) |
Homepage: www.bayern-evangelisch.de |
| |
|
Wenn Sie aus der evangelischen Kirche in Bayern austreten wollen,
müssen Sie dies beim Standesamt Ihres Wohnortes erklären.
Standesämter
in Bayern
Das alte Kernland Bayerns blieb auch nach der Reformation traditionell
römisch-katholisch. Als zwischen 1806 und 1810 das Königreich
Bayern um zahlreiche Herrschaftsgebiete auf seine heutige Ausdehnung
erweitert wurde, gab es fortan innerhalb des Landes auch viele evangelische
Gebiete, vor allem waren Teile Frankens (Markgraftümer Brandenburg-Ansbach
und Brandenburg-Bayreuth) und einige Freien Reichsstädte (Nürnberg,
Memmingen, Kempten, Weißenburg und Windsheim) evangelisch.
Alle protestantischen (lutherische und reformierte) Gemeinden des
Königreichs wurden daher 1806 zu einer Kirche vereinigt (Verwaltungsunion).
Dazu gehörten auch die Gebiete "links des Rheins"
(die so genannte Rheinpfalz, siehe Pfalz (Region)).
In den Gebieten "rechts des Rheins", also im Hauptgebiet
des Königreichs Bayern, wurde 1817 eine "Gesamtgemeinde"
unter einem staatlichen "Oberkonsistorium" in München
eingerichtet. Die Gemeinden blieben jedoch ihrem bisherigen Bekenntnis
treu. Für die reformierten Gemeinden rechts des Rheins wurde
1853 eine selbständige Synode und eine eigene Kirchenleitung
(das "Moderamen") eingerichtet. 1918 traten die reformierten
Gemeinden formal aus der Landeskirche aus und wurden selbständig
(Evangelisch-reformierte Kirche in Bayern). Sie schloss sich später
der Evangelisch-reformierten Kirche, die ihren Sitz in Leer (Ostfriesland)
hat, an. Die Bayerische Landeskirche umfasste daher ab 1919 nur
noch lutherische Gemeinden und wurde ab 1921 unter der Bezeichnung
"Evangelisch-Lutherische Landeskirche in Bayern rechts des
Rheins" geführt. 1921 schloss sich die "Evangelische
Coburger Landeskirche" an. Als nach dem Zweiten Weltkrieg die
Gebiete "links des Rheins" (Pfalz) von Bayern abgetrennt
wurden, erhielt die Landeskirche 1948 ihre heutige Bezeichnung "Evangelisch-Lutherische
Kirche in Bayern".
Früheres Oberhaupt der "Evangelischen Kirche in Bayern"
war der jeweilige König von Bayern als "summus episcopus".
Die Verwaltungsbehörde, das Oberkonsistorium in München,
wurde von einem "Präsidenten" geleitet. Nach dem
Ersten Weltkrieg musste der König in Bayern abdanken (Ende
des landesherrlichen Kirchenregiments). Als Oberhaupt fungierte
daher zunächst der Präsident des Oberkonsistoriums. Dann
erhielt die Landeskirche eine neue Verfassung. Oberhaupt war forthin
ein Kirchenpräsident, der seit 1933 den Titel "Landesbischof"
führt. Die Verwaltungsbehörde wurde in "Landeskirchenamt"
umbenannt.
Das Gebiet der "Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern"
umfasst das heutige Bundesland Bayern.
An der Spitze des Landeskirchenrates steht der Landesbischof (bis
1933 Kirchenpräsident), der alle zwölf Jahre
von der Landessynode gewählt wird. Seine Amtszeit endet mit
der Vollendung seines 65. Lebensjahres. Vorher kann ihn die Landessynode
unter gewissen Voraussetzungen abberufen.
Landesbischöfe
19331955: Hans Meiser
19551975: Hermann Dietzfelbinger
19751994: Johannes Hanselmann
19941999: Hermann von Loewenich
1999heute: Johannes Friedrich
Das Parlament der Landeskirche ist die Landessynode.
Ihre Mitglieder, die Synodale, werden durch die Kirchenvorsteherinnen
und Kirchenvorsteher der einzelnen Gemeinden gewählt. Die Aufgaben
der Synode sind denen politischer Parlamente vergleichbar, allerdings
mit Gültigkeit auf die ELKB beschränkt.
Der Landessynodalausschuss nimmt die Aufgaben der Synode außerhalb
ihrer zweier Tagungen im Jahr wahr. Ihm gehören das Präsidium
der Synode und 12 weitere gewählte Synodale an. Die Präsidentin
der Synode leitet auch den Landessynodalausschuss.
Präsidenten und Präsidentinnen der Synode
19171920: Friedrich Veit
19201922: Wilhelm Freiherr von Pechmann
19231931: Philipp Bachmann
19311940: Robert Bracker
194600000: Wilhelm Eichhorn
19471959: Hans Meinzolt
19601983: Karl Burckhart
19841990: Karl-Heinz Schwab
19902002: Dieter Haack
20022008: Heidi Schülke
2008heute: Dorothea Deneke-Stoll
Kirchenkreise
Im Jahr 1921 sind in der Bayerischen Landeskirche Kirchenkreise
eingerichtet worden. Ursprünglich gab es nur drei Kirchenkreise
(Ansbach, München, Bayreuth). Aus kirchenpolitischen Erwägungen
wurde 1935 vom Kirchenkreis Bayreuth das Gebiet um Nürnberg
zum eigenen Kirchenkreis erklärt. Nach dem Zweiten Weltkrieg
erforderte die Situation der Heimatvertriebenen evangelischen Bekenntnisses
in ursprünglich rein katholischen Gegenden die Errichtung eigener
Kirchenkreise für Ostbayern (1951) und Schwaben (1971).
Damit gibt es sechs Kirchenkreise:
Kirchenkreis Ansbach-Würzburg (seit 1921; bis 1987 als Kirchenkreis
Ansbach)
Kirchenkreis Augsburg (seit 1971)
Kirchenkreis Bayreuth (seit 1921)
Kirchenkreis München (seit 1921)
Kirchenkreis Nürnberg (seit 1935)
Kirchenkreis Regensburg (seit 1951)
Dekanate und Kirchengemeinden
Die 68 Dekanatsbezirke sind in 1531 Kirchengemeinden unterteilt.
Diese Zahl war bei Bildung der Kirchengemeinden wohl etwas geringer.
Im Laufe der folgenden Jahre hat sich die Zahl jedoch erhöht,
indem meist in Städten durch Zuzüge die Kirchengemeinden
so groß wurden, dass man sie aufteilte und damit neue Kirchengemeinden
entstanden. Darüber hinaus entstanden auch in bislang überwiegend
katholischen Gebieten durch Zuzüge von Protestanten neue Kirchengemeinden,
deren Gebiet sich gelegentlich auch auf mehrere Orte erstrecken
kann.
| Die Abschnitte 3 bis 7 basieren auf dem Artikel ELKB
aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter
der GNU-Lizenz
für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine
Liste der Autoren verfügbar. |
Mitgliederzahlen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern
|
Jahr
|
Evang. Kirche
|
in % der Bev.
|
Kirchenaustritte
|
in %
|
|
|
|
|
|
|
|
2001
|
2.752.348
|
22,4
|
15 426
|
0,6
|
|
2002
|
2.740.840
|
22,2
|
16 803
|
0,6
|
|
2003
|
2.713.494
|
21,8
|
17 246
|
0,6
|
|
2004
|
2.696.584
|
21,7
|
14 221
|
0,5
|
|
2005
|
2.651.717
|
21,3
|
14 166
|
0,5
|
|
2006
|
2.641.790
|
21,1
|
13 861
|
0,5
|
|
2007
|
2.629.670
|
21,0
|
14 880
|
0,6
|
|
2008
|
2.598.508
|
20,8
|
19 846
|
0,8
|
|
2009
|
2.570.041
|
20,5
|
17 828
|
0,7
|
Quelle: Landeskirchenamt der ELKB
Statistiken
zum Bundesland Bayern - Statistiken
zur EKD - Weitere
Statistiken
|