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Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB)

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) ist eine von 22 Gliedkirchen (Landeskirchen) der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sie hat ihren Sitz in München und ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.


Inhaltsverzeichnis
   
1 Kurzinfo
2 Kirchenaustritt
3

Geschichte

4

Gebiet

5 Landesbischof
6 Synode
7 Gliederung
8 Statistik
9 Links
 
1 Kurzinfo
   
Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB)
   
Katharina-von-Bora-Straße 11-13 80 333 München
   
Landesbischof: Dr. Johannes Friedrich Präses der Synode: Dorothea Deneke-Stoll
   
Mitglieder der ELKB (2009): 2 570 041 (20,5 % Bevölkerungsanteil)
   
Kirchenaustritte (2009): 17 828 (0,7 %) Homepage: www.bayern-evangelisch.de
   
2 Kirchenaustritt

Wenn Sie aus der evangelischen Kirche in Bayern austreten wollen, müssen Sie dies beim Standesamt Ihres Wohnortes erklären.

Standesämter in Bayern

3 Geschichte

Das alte Kernland Bayerns blieb auch nach der Reformation traditionell römisch-katholisch. Als zwischen 1806 und 1810 das Königreich Bayern um zahlreiche Herrschaftsgebiete auf seine heutige Ausdehnung erweitert wurde, gab es fortan innerhalb des Landes auch viele evangelische Gebiete, vor allem waren Teile Frankens (Markgraftümer Brandenburg-Ansbach und Brandenburg-Bayreuth) und einige Freien Reichsstädte (Nürnberg, Memmingen, Kempten, Weißenburg und Windsheim) evangelisch. Alle protestantischen (lutherische und reformierte) Gemeinden des Königreichs wurden daher 1806 zu einer Kirche vereinigt (Verwaltungsunion). Dazu gehörten auch die Gebiete "links des Rheins" (die so genannte Rheinpfalz, siehe Pfalz (Region)).

In den Gebieten "rechts des Rheins", also im Hauptgebiet des Königreichs Bayern, wurde 1817 eine "Gesamtgemeinde" unter einem staatlichen "Oberkonsistorium" in München eingerichtet. Die Gemeinden blieben jedoch ihrem bisherigen Bekenntnis treu. Für die reformierten Gemeinden rechts des Rheins wurde 1853 eine selbständige Synode und eine eigene Kirchenleitung (das "Moderamen") eingerichtet. 1918 traten die reformierten Gemeinden formal aus der Landeskirche aus und wurden selbständig (Evangelisch-reformierte Kirche in Bayern). Sie schloss sich später der Evangelisch-reformierten Kirche, die ihren Sitz in Leer (Ostfriesland) hat, an. Die Bayerische Landeskirche umfasste daher ab 1919 nur noch lutherische Gemeinden und wurde ab 1921 unter der Bezeichnung "Evangelisch-Lutherische Landeskirche in Bayern rechts des Rheins" geführt. 1921 schloss sich die "Evangelische Coburger Landeskirche" an. Als nach dem Zweiten Weltkrieg die Gebiete "links des Rheins" (Pfalz) von Bayern abgetrennt wurden, erhielt die Landeskirche 1948 ihre heutige Bezeichnung "Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern".

Früheres Oberhaupt der "Evangelischen Kirche in Bayern" war der jeweilige König von Bayern als "summus episcopus". Die Verwaltungsbehörde, das Oberkonsistorium in München, wurde von einem "Präsidenten" geleitet. Nach dem Ersten Weltkrieg musste der König in Bayern abdanken (Ende des landesherrlichen Kirchenregiments). Als Oberhaupt fungierte daher zunächst der Präsident des Oberkonsistoriums. Dann erhielt die Landeskirche eine neue Verfassung. Oberhaupt war forthin ein Kirchenpräsident, der seit 1933 den Titel "Landesbischof" führt. Die Verwaltungsbehörde wurde in "Landeskirchenamt" umbenannt.

 
 
4 Gebiet

Das Gebiet der "Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern" umfasst das heutige Bundesland Bayern.

5 Landesbischof

An der Spitze des Landeskirchenrates steht der Landesbischof (bis 1933 „Kirchenpräsident“), der alle zwölf Jahre von der Landessynode gewählt wird. Seine Amtszeit endet mit der Vollendung seines 65. Lebensjahres. Vorher kann ihn die Landessynode unter gewissen Voraussetzungen abberufen.

Landesbischöfe

1933–1955: Hans Meiser
1955–1975: Hermann Dietzfelbinger
1975–1994: Johannes Hanselmann
1994–1999: Hermann von Loewenich
1999–heute: Johannes Friedrich

6 Synode

Das „Parlament“ der Landeskirche ist die Landessynode. Ihre Mitglieder, die Synodale, werden durch die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher der einzelnen Gemeinden gewählt. Die Aufgaben der Synode sind denen politischer Parlamente vergleichbar, allerdings mit Gültigkeit auf die ELKB beschränkt.

Der Landessynodalausschuss nimmt die Aufgaben der Synode außerhalb ihrer zweier Tagungen im Jahr wahr. Ihm gehören das Präsidium der Synode und 12 weitere gewählte Synodale an. Die Präsidentin der Synode leitet auch den Landessynodalausschuss.

Präsidenten und Präsidentinnen der Synode

1917–1920: Friedrich Veit
1920–1922: Wilhelm Freiherr von Pechmann
1923–1931: Philipp Bachmann
1931–1940: Robert Bracker
194600000: Wilhelm Eichhorn
1947–1959: Hans Meinzolt
1960–1983: Karl Burckhart
1984–1990: Karl-Heinz Schwab
1990–2002: Dieter Haack
2002–2008: Heidi Schülke
2008–heute: Dorothea Deneke-Stoll

7 Gliederung

Kirchenkreise

Im Jahr 1921 sind in der Bayerischen Landeskirche Kirchenkreise eingerichtet worden. Ursprünglich gab es nur drei Kirchenkreise (Ansbach, München, Bayreuth). Aus kirchenpolitischen Erwägungen wurde 1935 vom Kirchenkreis Bayreuth das Gebiet um Nürnberg zum eigenen Kirchenkreis erklärt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erforderte die Situation der Heimatvertriebenen evangelischen Bekenntnisses in ursprünglich rein katholischen Gegenden die Errichtung eigener Kirchenkreise für Ostbayern (1951) und Schwaben (1971).

Damit gibt es sechs Kirchenkreise:

Kirchenkreis Ansbach-Würzburg (seit 1921; bis 1987 als Kirchenkreis Ansbach)
Kirchenkreis Augsburg (seit 1971)
Kirchenkreis Bayreuth (seit 1921)
Kirchenkreis München (seit 1921)
Kirchenkreis Nürnberg (seit 1935)
Kirchenkreis Regensburg (seit 1951)

Dekanate und Kirchengemeinden

Die 68 Dekanatsbezirke sind in 1531 Kirchengemeinden unterteilt. Diese Zahl war bei Bildung der Kirchengemeinden wohl etwas geringer. Im Laufe der folgenden Jahre hat sich die Zahl jedoch erhöht, indem meist in Städten durch Zuzüge die Kirchengemeinden so groß wurden, dass man sie aufteilte und damit neue Kirchengemeinden entstanden. Darüber hinaus entstanden auch in bislang überwiegend katholischen Gebieten durch Zuzüge von Protestanten neue Kirchengemeinden, deren Gebiet sich gelegentlich auch auf mehrere Orte erstrecken kann.

Die Abschnitte 3 bis 7 basieren auf dem Artikel ELKB aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

8 Statistik

Mitgliederzahlen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern

Jahr
Evang. Kirche
in % der Bev.
Kirchenaustritte
in %
 
2001
2.752.348
22,4
15 426
0,6
2002
2.740.840
22,2
16 803
0,6
2003
2.713.494
21,8
17 246
0,6
2004
2.696.584
21,7
14 221
0,5
2005
2.651.717
21,3
14 166
0,5
2006
2.641.790
21,1
13 861
0,5
2007
2.629.670
21,0
14 880
0,6
2008
2.598.508
20,8
19 846
0,8
2009
2.570.041
20,5
17 828
0,7

Quelle: Landeskirchenamt der ELKB

Statistiken zum Bundesland Bayern - Statistiken zur EKD - Weitere Statistiken

 
 
9 Links
 
ELKB
 
Homepage der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern
 
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Jesus Christus

Die Bibel

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