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Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)

Die Evangelische Kirche in Deutschland (kurz EKD) mit Sitz in Hannover ist eine Gemeinschaft von 23 selbständigen lutherischen, reformierten und unierten Landeskirchen. Alle Gliedkirchen haben uneingeschränkte Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft trotz ihrer voneinander abweichenden Bekenntnisse.


Inhaltsverzeichnis
   
1 Bedeutung
2

Geschichte

3

Rat der EKD

3.1 Ratsvorsitzende der EKD
4 Die 23 Gliedkirchen der EKD
5 Selbstständige Zusammenschlüsse von Mitgliedskirchen der EKD
6 Werke, Institute und Arbeitsbereiche der EKD
7 Bücher zum Thema EKD
8 Links

 


1 Bedeutung

Die EKD wurde 1945 gegründet und erhielt 1948 ihre Grundordnung. Die 23 Gliedkirchen haben mit der EKD ihre übergreifende institutionelle Gestalt gefunden. Das evangelische Kirchenwesen ist auf allen Ebenen föderal aufgebaut.

Die EKD nimmt die ihr übertragenen Gemeinschaftsaufgaben wahr. Die demokratisch verfassten und gewählten Leitungsgremien der EKD sind Synode, Rat und Kirchenkonferenz. Sie tragen die Verantwortung für die Wahrnehmung der Aufgaben der EKD, die in der kirchlichen Verfassung, der Grundordnung der EKD, festgehalten sind. Die Geschäfte von Synode, Rat und Kirchenkonferenz nimmt das Kirchenamt der EKD wahr.

Die EKD unterhält als Ansprechpartner gegenüber staatlichen Stellen das Amt eines Bevollmächtigten des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Gemeinschaft.

2 Geschichte

Bereits zwischen 1852 und 1903 gab es unter den obersten evangelischen Kirchenbehörden Deutschlands regelmäßige Zusammenkünfte in der so genannten Eisenacher Konferenz. Eine feste Institution wurde hieraus jedoch zunächst nicht. 1922 kam es zur Gründung des Deutschen Evangelischen Kirchenbundes, dem die 28 damals bestehenden Landeskirchen des Deutschen Reiches angehörten. 1933 wurde unter dem Einfluss der Nationalsozialisten die Deutsche Evangelische Kirche (DEK) gegründet, mit dem Ziel, eine einheitliche evangelische „Reichskirche“ zu schaffen. Die vorherrschende Kirchenpartei waren damals die "Deutschen Christen" (DC), die offen mit dem Nationalsozialismus sympathisierten. Zahlreiche Landeskirchen wurden ab 1933 von DC-Bischöfen verwaltet. Nur drei Landeskirchen konnten sich der DC-Herrschaft entziehen und blieben "intakt": Württemberg, Bayern und Hannover. Reichsbischof wurde Ludwig Müller, ein überzeugter Nationalsozialist. 1934 formierte sich als Gegenpol zur DEK die so genannte Bekennende Kirche. Ihre bekanntesten Vertreter waren Martin Niemöller und Dietrich Bonhoeffer.

Nach Ende des 2. Weltkriegs unternahmen die führenden Geistlichen der Evangelischen Landeskirchen unter Führung des württembergischen Landesbischofs Theophil Wurm einen neuen Versuch, den unterschiedlichen Kirchen ein gemeinsames Dach zu geben. So entstand 1945 auf einer in Treysa (heute Schwalmstadt) in Hessen stattfindenden Kirchentagung die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD). Sie gab sich am 13. Juli 1948 in Eisenach eine Grundordnung.

Trotz der Teilung Deutschlands blieb die EKD zunächst als Zusammenschluss der evangelischen Landeskirchen beider deutschen Staaten bestehen. Spätestens seit dem Mauerbau 1961 führte dies zu großen organisatorischen Problemen, so dass die EKD ihre gemeinsamen Aufgaben in beiden deutschen Staaten nicht mehr aufrecht erhalten konnte. Auch die Probleme der alltäglichen kirchlichen Tätigkeit unterschieden sich zunehmend. So wurde 1969 der Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR als Zusammenschluss der acht Landeskirchen auf dem Gebiet der DDR gegründet. Nach der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten 1990/91 vereinigte sich der Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR wieder mit der EKD.

3 Rat der EKD

Der Rat der EKD ist das Leitungsgremium der Evangelischen Kirche in Deutschland. Er besteht aus 15 Mitgliedern: neben dem Präses der Synode werden von der Synode und der Kirchenkonferenz gemeinsam 14 weitere gewählt. Aus seiner Mitte wählt er einen Vorsitzenden. Seine Amtszeit beträgt sechs Jahre.

3.1 Ratsvorsitzende der EKD

Höchster Repräsentant der EKD ist der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschlands, kurz Ratsvorsitzender der EKD. Dem Bund Evangelischer Kirchen in der DDR stand ein leitender Bischof vor.

Amtsinhaber seit 1945

1945 - 1949: Theophil Wurm, Landesbischof von Württemberg
1949 - 1961: Otto Dibelius, Bischof von Berlin-Brandenburg
1961 - 1967: Kurt Scharf, Präses, ab 1966 Bischof von Berlin-Brandenburg
1967 - 1973: Hermann Dietzfelbinger, Landesbischof von Bayern
1973 - 1979: Helmut Claß, Landesbischof von Württemberg
1979 - 1985: Eduard Lohse, Landesbischof von Hannover
1985 - 1991: Martin Kruse, Bischof von Berlin-Brandenburg
1991 - 1997: Klaus Engelhardt, Landesbischof von Baden
1997 - 2003: Manfred Kock, Präses des Rheinlands
2003 - heute: Wolfgang Huber, Bischof von Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

Vorsitzende des Kirchenbundes der DDR (1969 - 1991)

1969 - 1981: Albrecht Schönherr, Bischof von Berlin-Brandenburg
1981 - 1982: Werner Krusche, Bischof der Kirchenprovinz Sachsen
1982 - 1986: Johannes Hempel, Landesbischof von Sachsen
1986 - 1990: Werner Leich, Landesbischof von Thüringen
1990 - 1991: Christoph Demke, Bischof der Kirchenprovinz Sachsen

4 Die 23 Gliedkirchen der EKD

Die Grenzen der 23 Gliedkirchen der EKD beruhen im Wesentlichen auf den politischen Grenzen von 1815. Obwohl als Landeskirchen bezeichnet fallen ihre Grenzen regelmäßig nicht mit den Grenzen der heutigen deutschen Länder zusammen. Im folgenden wird daher eine - ungefähre - Zuordnung im Sinne eine ersten Überblickes vorgenommen:

Der EKD angeschlossen:

  • Bund Evangelisch-reformierter Kirchen Deutschlands

  • Herrnhuter Brüdergemeine

    Bis 2003 war auch die Evangelische Kirche der Union Mitglied in der EKD. Diese ging jedoch in der Union Evangelischer Kirchen auf.

5 Selbstständige Zusammenschlüsse von Mitgliedskirchen der EKD
  • Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD)

  • Union Evangelischer Kirchen (UEK)

  • Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen

  • Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland (EKM)
6 Werke, Institute und Arbeitsbereiche der EKD
  • Brot für die Welt

  • Diakonisches Werk (DW)

  • Diakonie Katastrophenhilfe

  • Evangelischer Entwicklungsdienst (EED)

  • Evangelisches Missionswerk in Deutschland e.V. (EMW)

  • Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik gGmbH (GEP)

  • Evangelisches Zentralarchiv

  • Kirchenrechtliches Institut der EKD

  • Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW)

  • Konfessionskundliches Institut (KI)

  • Institut für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart

  • Sozialwissenschaftliches Institut der EKD (SI)

  • Evangelische Schulstiftung in der EKD

  • Evangelische Arbeitsstelle Fernstudium für kirchliche Dienste

  • Gemeinsame Arbeitsstelle für gottesdienstliche Fragen der EKD

  • Burckhardthaus, Evangelisches Institut für Jugend-, Kultur- und Sozialarbeit e.V.

  • Frauenstudien- und -bildungszentrum der Evangelischen Kirche in Deutschland

  • Aussiedlerseelsorge in der EKD

  • Informations- und Dokumentationsstelle der EKD

  • Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt

teilweise aus Wikipedia,
der freien Enzyklopädie
Wikipedia, die freie Enzyklopädie


7 Bücher zum Thema EKD




8 Links

Informationen zum Christentum
Informationen zu Jesus Christus
Informationen zur Bibel

 

Homepage der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)

Evangelische Jugend

Evangelischer Kirchentag

Evangelische Freikirchen

Evangelische Kirche in Österreich

Evangelisch-reformierte Kirche (Schweiz)

 

Gliedkirchen der EKD:

 

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