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| Bistum Augsburg |
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| Fronhof 4 |
86152 Augsburg |
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Diözesanbischof:
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Konrad Zdarsa |
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| Katholiken im Bistum Augsburg (2009): |
1.377.000 (60 % der Bevölkerung) |
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| Kirchenaustritte (2009): 6.921 |
Homepage: www.bistum-augsburg.de |
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Wenn Sie aus der Katholischen Kirche im Bistum Augsburg austreten
wollen, müssen Sie dies beim Standesamt erklären. Die
Zuständigkeit richtet sich nach Ihrem Wohnort.
Standesämter
in Bayern
Augusta Vindelicum (Augsburg) war als Hauptstadt der römischen
Provinz Raetia secunda auch ein Ort, in den durch das römische
Imperium schon vereinzelt erste Christen kamen. Die Bistumspatronin
St. Afra war die erste bekannte Glaubenszeugin, die für ihren
Glauben von Römern Anfang des 4. Jahrhunderts hingerichtet
wurde. Der Apostel des Allgäus, der Hl. Magnus verbreitete
im 8. Jahrhundert verstärkt das Christentum im Gebiet des heutigen
Bistums.
Unter Bischof Simpert, einem weiteren Bistumspatron, entstanden
um das Jahr 800 Zentren der Kultur wie beispielsweise die Benediktinerabteien
Benediktbeuern, Wessobrunn oder Ottobeuren. Auch St. Ulrich prägte
ca. hundert Jahre später das Bistum und die Geschichte, in
die er vor allem durch die Schlacht auf dem Lechfeld im Jahre 955
einging. Das Bistum gehörte zur Kirchenprovinz Mainz.
1530 wurde in Augsburg auf dem Reichstag die Spaltung zwischen
der katholischen und der evangelischen Kirche besiegelt. Kurze Zeit
später entstand unter der Leitung des Jesuitenpaters Petrus
Canisius in Dillingen 1549 eine katholische Reformuniversität,
die weit über die Bistumsgrenzen hinaus bekannt wurde.
Im Zeitalter des Barock entwickelte sich im Süden des Bistums
die Blütezeit für Baumeister, Stuckateure und Maler. Bis
heute prägen die damals entstandenen unzähligen Kloster-
und Pfarrkirchen den Süden des Bistums und wurden auch Namensgeber
des sogenannten Pfaffenwinkels. Beispiele hierfür die Baumeister
der Wessobrunner Schule, das Marienmünster bei Dießen,
die Klöster Benediktbeuern und St. Ottilien oder Wallfahrtskirchen
wie die Wallfahrtskirche Kloster Andechs und die Wieskirche bei
Steingaden, die heute zum Weltkulturerbe gehört. Aber nicht
nur der Süden des Bistums wird durch Barockkirchen und Klöster
geprägt, was man auch daran erkennen kann, dass Teile Mittelschwabens
vor allem das Gebiet des heutigen Landkreises Günzburg
auch Schwäbischer Barockwinkel genannt werden.
Wenig später wurde die Kirche in der Säkularisation enteignet.
Der Benediktinerpater Placidus Braun gab von 18131815 in vier
Bänden die erste Geschichte der Bischöfe von Augsburg
heraus. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Diözese Augsburg
neu geordnet. Die Bistumsgrenzen ändern sich und in vielen
katholischen Vereinen engagierten sich immer mehr Laien in der Kirche.
Auch Ordensgemeinschaften bekamen in dieser Zeit einen großen
Zuwachs.
Von 1992 bis 2004 führte Bischof Dr. Viktor Josef Dammertz
OSB als 70. Diözesanbischof das Bistum Augsburg. Mit dem Erreichen
des 75. Lebensjahres am 8. Juni 2004 nahm Papst Johannes Paul II.
Dammertz' Rücktrittsgesuch an.
Danach verwaltete Weihbischof Josef Grünwald als Diözesanadministrator
das Bistum.
Am 16. Juli 2005 ernannte Papst Benedikt XVI. den bisherigen Eichstätter
Bischof Walter Mixa zum 60. Nachfolger des Hl. Ulrich. Mixa wurde
am 1. Oktober 2005 feierlich in sein Amt eingeführt und somit
Ordinarius des Bistums Augsburg. Am 8. Dezember 2007 weihte Bischof
Mixa in einem feierlichen Pontifikalamt im Augsburger Mariendom
das Bistum Augsburg der Ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau
und Gottesmutter Maria. Nach anhaltenden Misshandlungs- und Veruntreuungsvorwürfen
bot Mixa am 21. April 2010 Papst Benedikt XVI. seinen Rücktritt
vom Amt des Bischofs von Augsburg und von dem des Militärbischofs
der Bundeswehr an, den dieser am 8. Mai desselben Jahres annahm.
Während der Sedisvakanz vom 8. Mai bis zum 23. Oktober 2010
führte Weihbischof Josef Grünwald die Diözese als
Diözesanadministrator. Am 8. Juli 2010 ernannte Papst Benedikt
XVI. den bisherigen Görlitzer Bischof Konrad Zdarsa zum neuen
Bischof von Augsburg; er wurde am 23. Oktober in sein Amt eingeführt.
Das Bistum Augsburg ist dem Erzbistum München-Freising als
Suffraganbistum zugeordnet. Die Diözese besteht aus 1.001 Pfarreien.
Jeweils mehrere benachbarte Pfarrgemeinden bilden zusammen 36 Dekanate,
die wiederum in acht sogenannten Diözesanregionen wie folgt
zusammengefasst sind:
| Region Augsburg
Augsburg-Mitte
Augsburg-Ost
Augsburg-Süd
Augsburg-West
Aichach
Meitingen
Schwabmünchen
Dinkelscherben
Friedberg
|
Region Weilheim
Landsberg am Lech
Dießen
Starnberg
Schongau
Weilheim
Benediktbeuern
(mit Exklave Kloster Schlehdorf)
|
| |
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| Region Kaufbeuren-Ostallgäu
Kaufbeuren
Marktoberdorf
Füssen
|
Region Kempten
Kempten
Lindau
Sonthofen
|
| |
|
| Region Memmingen-Unterallgäu
Memmingen
Ottobeuren
Mindelheim
|
Region Neu-Ulm
Neu-Ulm
Illertissen
Günzburg
Krumbach
|
| |
|
| Region Donau-Ries
Nördlingen
Donauwörth
Rain
Höchstädt
Dillingen an der Donau
|
Region Altbayern
Neuburg an der Donau
Schrobenhausen
Pfaffenhofen
|
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Katholiken im Bistum Augsburg / Kirchenaustritte
|
Jahr
|
Bevölkerung
|
Katholiken
|
in % der Bev.
|
Kirchenaustritte
|
|
|
|
|
|
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2000
|
2 214 000
|
1 545 000
|
70
|
6 008
|
|
2001
|
2 225 000
|
1 535 000
|
69
|
5 524
|
|
2002
|
2 245 000
|
1 532 000
|
68
|
6 264
|
|
2003
|
2 249 000
|
1 515 000
|
67
|
6 482
|
|
2004
|
2 256 000
|
1 506 000
|
67
|
5 067
|
|
2005
|
2 263 000
|
1 493 000
|
66
|
4 357
|
|
2006
|
2 267 000
|
1 485 000
|
66
|
4 406
|
|
2007
|
2 292 000
|
1 404 000
|
61
|
4 881
|
|
2008
|
2 296 000
|
1 390 000
|
61
|
6 935
|
|
2009
|
2 298 000
|
1 377 000
|
60
|
6 921
|
Quelle: Deutsche Bischofskonferenz
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