Lippische Landeskirche

Die Lippische Landeskirche ist eine von 20 Gliedkirchen (Landeskirchen) der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sie hat ihren Sitz in Detmold und ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.

Wenn Sie aus der Lippischen Landeskirche austreten wollen, müssen Sie dies beim Amtsgericht erklären. Die Zuständigkeit richtet sich nach Ihrem Wohnort.

 
 

Statistik

Mitgliederzahlen der Lippischen Landeskirche

Kirchenaustritte aus der Evangelischen Kirche in Lippe

Jahr
Mitglieder
in % der Bev.
Kirchenaustritte
in %
2001
206 416
 
1 153
0,6
2002
203 215
 
1 185
0,6
2003
200 156
55,5
1 192
0,6
2004
198 026
55,1
805
0,4
2005
196 051
54,8
694
0,4
2006
193 458
54,3
732
0,4
2007
190 865
53,8
686
0,4
2008
188 190
53,4
883
0,5
2009
185 211
52,9
745
0,4
2010182 49252,47350,4
2011179 54151,87170,4
2012176 56051,37020,4
2013173 28550,61 0010,6
2014169 52449,51 4390,8

Quelle: Kirchenamt der EKD, Referat Statistik

Statistiken zum Bundesland NRW - Statistiken zur EKD - Weitere Statistiken

Landessuperintendent

An der Spitze der Lippischen Landeskirche steht außerhalb der Tagungen der Landessynode der Landessuperintendent (bis 1936 „Generalsuperintendent“), der von der Landessynode gewählt wird. Mit der Vollendung seines 65. Lebensjahres tritt der Landessuperintendent in der Regel in den Ruhestand. Der Landessuperintendent ist zugleich Geistlicher Leiter der Reformierten in der Lippischen Landeskirche. Mit gleichen Rechten und Pflichten fungiert der Lutherische Superintendent für die 32.000 lutherischen Christen und 11 lutherischen Gemeinden in Lippe (lutherischer Superintendent seit 1. Mai 2005: Andreas Lange).
 
Generalsuperintendenten bzw. Landessuperintendenten
 
1805–1837: Ferdinand Weerth 
1837–1857: Georg Althaus 
1857–1860: vakant 
1860–1865: August von Cölln 
1866–1868: Friedrich August Weßel 
1869–1886: Adolf Koppen 
1886–1901: Johannes Credé 
1901–1930: August Weßel 
1930–1936: vakant 
1936–1958: Prof. D. Neuser 
1959–1970: Dr. Udo Smidt 
1970–1979: Dr. Fritz Viering 
1980–1996: Dr. Ako Haarbeck 
1996–2005: Gerrit Noltensmeier 
2005-2013: Dr. Martin Dutzmann 
2014-heute: Dietmar Arends

Gebiet

Das Gebiet der Lippischen Landeskirche umfasst den heutigen NRW-Landesteil, welcher das bis 1947 bestehende Land Lippe umfasst, das nach dem Zweiten Weltkrieg zur britischen Besatzungszone gehörte und seinerzeit in das Bundesland Nordrhein-Westfalen eingegliedert wurde. Hier umfasste es zunächst die beiden Kreise Detmold und Lemgo, die bei der Kreisreform 1973 durch das Bielefeld-Gesetz zum Kreis Lippe (Kreissitz in Detmold) vereinigt wurden, so dass das Gebiet der Landeskirche im Wesentlichen den neuen Kreis Lippe innerhalb des Regierungsbezirks Detmold umfasst.
 
Es gibt einige Abweichungen zwischen dem lippischen Kreisgebiet und dem Gebiet der Landeskirche. Im Bereich der Stadt Lügde gehören nur die reformierten Kirchengemeinden Elbrinxen und Falkenhagen zur Lippischen Landeskirche. Der Altstadtbereich mit der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Lügde gehört weiterhin zum westfälischen Kirchenkreis Paderborn. Das niedersächsische Dorf Goldbeck gehört zur reformierten Kirchengemeinde Bösingfeld in Extertal. Das zur Stadt Steinheim im Kreis Höxter zählende Dorf Hagedorn gehört zur reformierten Kirchengemeinde Schwalenberg.
Lippische Landeskirche

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