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Lexikon: Bistum Regensburg

Das Bistum Regensburg (lat.: Dioecesis Ratisbonensis) ist eine Diözese der Katholischen Kirche im Osten von Bayern und umfasst große Teile der Regierungsbezirke Oberpfalz und Niederbayern, sowie kleinere Teile von Oberfranken und Oberbayern. Regensburg ist das flächenmäßig größte Bistum Bayerns und gehört zur Kirchenprovinz München-Freising.


Inhaltsverzeichnis
   
1 Kurzinfo
2 Kirchenaustritt
3

Geschichte

4 Bistumsgliederung
5 Statistik
6 Links
 
1 Kurzinfo
   
Bistum Regensburg
   
Niedermünstergasse 1 93047 Regensburg
   

Diözesanbischof:

Gerhard Ludwig Müller
   
Katholiken im Bistum Regensburg (2009): 1.255.000 (73 % der Bevölkerung, 2008)
   
Kirchenaustritte (2009): 4.270 Homepage: www.bistum-regensburg.de
   
2 Kirchenaustritt

Wenn Sie aus der Katholischen Kirche im Bistum Regensburg austreten wollen, müssen Sie dies beim Standesamt erklären. Die Zuständigkeit richtet sich nach Ihrem Wohnort.

Standesämter in Bayern

3 Geschichte

Erste Nachweise des Christentums in Regensburg gibt es schon aus römischer Zeit. Als das älteste Zeugnis christlichen Glaubens gilt ein Grabstein, der um das Jahr 400 zum Gedenken an eine gewisse Sarmannina errichtet worden war. Vermutlich hatten römische Soldaten und Zivilisten das Christentum über die Alpen nach Norden gebracht. Ab der Mitte des 6. Jahrhunderts waren in Regensburg als Sitz des bayerischen Stammesherzogtums sogenannte Wanderbischöfe tätig, so der Heilige Emmeram von Regensburg. Als Gründungsdatum des Bistums Regensburg gilt aber das Jahr 739, als Regensburg von Bonifatius dem Kanonischen Recht und somit dem Bischof von Rom unterstellt wurde.

Erster Bischof war Gaubald (739–761), der seinen Sitz im Kloster St. Emmeram hatte. 798 wurde das Bistum dem Erzbistum Salzburg unterstellt. Erst unter Bischof Wolfgang (972–994) wurden die Abtswürde von St. Emmeram und die Bischofswürde von Regensburg getrennt. Er stimmte der Abtrennung Böhmens von seinem Bistum zu.

Eine Blütezeit mit zahlreichen Klostergründungen erlebte das Bistum im 12. Jahrhundert. Der Kirchenlehrer Albertus Magnus war von 1260 bis 1262 Bischof von Regensburg. Seine Aufgabe war besonders die Sanierung der Bistumsfinanzen. Ihm folgte der Regensburger Leo Thundorfer auf die Regensburger Cathedra. In seine Regierungszeit fällt die Grundsteinlegung des gotischen Domes. Der weltliche Herrschaftsbereich des Fürstbischofs von Regensburg, das Hochstift Regensburg, hatte sich nach Belehnung der Wittelsbacher mit dem Herzogtum Bayern von diesem gelöst, konnte aber nicht zu einem größeren geschlossenen Territorium ausgebaut werden. Die Reichsstadt Regensburg wurde im Jahr 1542 protestantisch, was bis 1803 zu teilweise erheblichen Konflikten zwischen Rat der Stadt und Bischof führte. Auch in der zum Bistum gehörigen Oberpfalz wechselte die Konfession im 16. und 17. Jahrhundert mehrmals.

1803 wurde das Hochstift in ein Fürstentum Regensburg unter der Regierung des Kurerzkanzlers Carl Theodor von Dalberg verwandelt. Dessen erzbischöfliche Würde wurde am 2. Juli 1805 von Mainz auf das Bistum Regensburg übertragen, zu dessen Bischof Dalberg schon 1804 gewählt worden war. 1810 fiel das Fürstentum Regensburg an Bayern, der Fürstprimas blieb aber bis zu seinem Tod 1817 Erzbischof von Regensburg.

Das Bayerische Konkordat von 1817 ordnete die Diözese neu und unterstellte sie dem Erzbistum München und Freising.

Dieser Abschnitt basiert auf dem Artikel Bistum Regensburg aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

4 Bistumsgliederung

Das Bistum Regensburg gliedert sich in 770 Pfarreien und Seelsorgestellen, 33 Dekanate, 8 Regionen und ist ein Suffraganbistum des Erzbistums München und Freising.

5 Statistik

Katholiken im Bistum Regensburg / Kirchenaustritte

Jahr
Bevölkerung
Katholiken
in % der Bev.
Kirchenaustritte
2000
1 595 000
1 343 000
84
2 861
2001
1 619 000
1 339 000
83
2 724
2002
1 616 000
1 345 000
83
3 179
2003
1 644 000
1 329 000
81
3 662
2004
1 628 000
1 322 000
81
2 822
2005
1 621 000
1 321 000
82
2 652
2006
1 718 000
1 301 000
76
2 671
2007
1 716 000
1 293 000
75
2 758
2008
1.694 000
1 267 000
73
3 922
2009
1 255 000
4 270

Quelle: Deutsche Bischofskonferenz

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