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| Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche
(NEK/Nordelbien) |
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| Dänische Straße 21 |
24103 Kiel |
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| Leitender Geistlicher: Bf. Gerhard Ulrich |
Präses der Synode: Hans-Peter Strenge |
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| Mitglieder der NEK (2009): |
2 033 879 (44,1 % Bevölkerungsanteil) |
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| Kirchenaustritte (2009): 18.537 (0,9 %) |
Homepage: www.nordelbien.de |
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Wenn Sie aus der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche
austreten wollen, müssen Sie dies beim Standesamt erklären.
Die Zuständigkeit richtet sich nach Ihrem Wohnort.
Standesämter in
Schleswig-Holstein
Standesämter
in Hamburg
Standesämter
in Niedersachsen
Die Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche wurde am 1. Januar
1977 durch Vereinigung von vier selbständigen Landeskirchen
und eines Kirchenkreises einer weiteren fünften Landeskirche
gebildet. Dabei handelte es sich um die Evangelisch-Lutherische
Kirche im Hamburgischen Staate, die Evangelisch-Lutherische Kirche
in Lübeck, die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schleswig-Holstein
und die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Eutin sowie den Kirchenkreis
Harburg der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers. Die
Initiative zur Fusion dieser Landeskirchen ging von der Schleswig-Holsteinischen
Kirche aus, deren Synode bereits 1956 einen entsprechenden Beschluss
gefasst hatte. Doch dauerte es noch 20 Jahre, bis die Verfassung
der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche vom 12. Juni 1976
in Kraft trat. Zuvor war mit dem Vertrag über die Bildung der
Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche vom 1. Juli 1970 die
NEK entstanden.
Evangelisch-Lutherische Kirche im Hamburgischen Staate
Die Evangelisch-Lutherische Kirche im Hamburgischen Staate bestand
bis 1860 aus dem Stadtgebiet der Stadt Hamburg. Im Rahmen der dann
folgenden Ausdehnung der Stadt behielt sie aber ihr Gebiet bei.
Erst die Kirchenfusion von 1977 brachte eine neue Grenzziehung,
die das Stadtgebiet von Hamburg mit einigen nördlichen Gemeinden
im schleswig-holsteinischen Kreis Stormarn im Sprengel Hamburg der
neu gebildeten Landeskirche vereinigte.
Mit der Fusion 1977 ging der Hauptteil der Evangelisch-Lutherische
Kirche im Hamburgischen Staate im neu gebildeten Sprengel Hamburg
auf. Der bisherige Landesbischof von Hamburg wurde somit Bischof
des neu entstandenen Sprengels Hamburg. Die Bischofskanzlei wurde
auch nach Fusion mit anderen Zuständigkeiten weitergeführt.
Letzter Landesbischof war Hans-Otto Wölber, der ab 1977 Bischof
des neu umschriebenen Sprengels Hamburg wurde.
Evangelisch-Lutherische Kirche im Lübeckischen Staate
Die Ursprünge der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Lübeck
lagen im ursprünglich katholischen Fürstbistum Lübeck,
das seit 1163 existierte. Seit der Reformation im Jahr 1530 war
die Hansestadt Lübeck evangelisch, das Gebiet der Stadt und
das Kirchengebiet waren identisch. An der Spitze der Kirche stand
der von der Landessynode gewählte Senior, der ab 1934 den Titel
Bischof erhielt. Die 31 Gemeinden wurden bei der Fusion
1977 als Propstei (heute Kirchenkreis) ein Teil des neu umschriebenen
Sprengels Holstein-Lübeck. Letzter Bischof der Landeskirche
Lübeck war Karlheinz Stoll. Mit Elisabeth Haseloff ließ
die Evangelisch-Lutherische Kirche in Lübeck 1958 die erste
Pastorin in Deutschland zu, die dieselben Rechte wie ihre Kollegen
hatte.
Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schleswig-Holstein
Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schleswig-Holstein bestand
aus den Gebieten der Länder Schleswig und Holstein. Beide gingen
nach dem Ende der dänischen Verwaltung 1867 an Preußen.
Preußen gründete für die damalige Provinz eine Landeskirche
mit einem gemeinsamen Landeskonsistorium. Die Kirche wurde 1876
durch das bisherige Herzogtum Lauenburg ergänzt, das als Landessuperintendentur
eingegliedert wurde. Der Landessuperintendent von Lauenburg nahm
in seinem Wirkungskreis bischöfliche Aufgaben war.
Weltlicher Leiter der Kirche war der Präsident des Konsistoriums,
geistliche Leiter der Kirche waren die beiden Generalsuperintendenten,
später Bischöfe, von Schleswig (Sitz in Schleswig) und
Holstein (Sitz in Kiel), die den gleichnamigen beiden Sprengeln
der Kirche vorstanden.
Die Machtübernahme der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933
führte auch in der schleswig-holsteinischen Landeskirche zu
dem Versuch der Deutschen Christen (DC), die Kirche im Sinne der
NSDAP gleichzuschalten. Auf der braunen Synode
am 12. September 1933 in Rendsburg, auf der sie die Mehrheit hatten,
zwangen sie die Bischöfe Eduard Völkel (Schleswig) und
Adolf Mordhorst (Holstein) zum Rücktritt und erhoben den DC-Pastor
Adalbert Paulsen zum alleinigen Landesbischof. Nach dem Führerprinzip
regierte der Landesbischof allein mit Unterstützung des Landeskirchenausses
und des Konsistoriums. Nach dem Zusammenbruch der nationalsozialistischen
Diktatur 1945 gab Paulsen sein Amt auf. Mit der Wahl von Wilhelm
Halfmann zum Bischof für Holstein (1946) und Reinhard Wester
zum Bischof für Schleswig (1947) kehrte man zu der alten Ordnung
zurück.
Die letzten Bischöfe der Landeskirche waren Alfred Petersen
(Schleswig) sowie Friedrich Hübner, der ab 1977 Bischof von
Holstein-Lübeck war.
Mit der Fusion 1977 wurde der Sprengel Holstein der bisherigen
Schleswig-Holsteinischen Landeskirche neu umschrieben. Er wurde
um die Propsteien der bisherigen Evangelischen Landeskirche Eutin
sowie der Evangelischen Kirche in Lübeck erweitert, musste
aber seine südlichen Bereiche an den Sprengel Hamburg abgeben.
Seine neue Bezeichnung war Sprengel Holstein-Lübeck.
Evangelisch-Lutherische Landeskirche Eutin
Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Eutin ging nach dem Ersten
Weltkrieg aus einem Teil der oldenburgischen Kirche hervor. Ihr
Gebiet bestand in etwa aus dem weltlichen Herrschaftsgebiet der
Fürstbischöfe von Lübeck, dem ehemaligen Hochstift
Lübeck, das 1803 als Fürstentum Lübeck säkularisiert
wurde.
Letzter Bischof der Landeskirche Eutin war Wilhelm Kieckbusch.
Vor der Fusion umfasste die Landeskirche etwa 20 Gemeinden. Bis
2009 bildeten diese Gemeinden eine Propstei (heute Kirchenkreis)
innerhalb des Sprengels Holstein-Lübeck.
Kirchenkreis Harburg
Der Kirchenkreis Harburg war Teil der Evangelisch-Lutherischen
Landeskirche Hannovers. Als es in den 1970er Jahren um die Neubildung
der Landeskirchen in Nordelbien ging, beteiligte sich auch der Kirchenkreis
Harburg an der Diskussion. Dies lag daran, dass die ehemalige Stadt
Harburg infolge des Groß-Hamburg-Gesetzes seit 1937 zur Stadt
Hamburg gehörte, kirchlich jedoch bei Hannover verblieben war.
Man wollte die politischen und kirchlichen Grenzen möglichst
vereinheitlichen. So beteiligte sich der Kirchenkreis Harburg an
der Fusion und wurde danach ein Kirchenkreis im Sprengel Hamburg
der neuen Kirche. Im Gegenzug gab die Ev.-Luth. Kirche im Hamburgischen
Staate ihre Gemeinden in Cuxhaven, das bis 1937 zu Hamburg gehört
hatte, an die Hannoversche Landeskirche ab. Erstmals seit 1937 gehörte
somit die gesamte Stadt Hamburg (wieder) zu einer einheitlichen
evangelischen Landeskirche.
Das Gebiet der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche umfasst
die Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein mit Ausnahme
der Evangelisch-Lutherischen Domgemeinde in Ratzeburg (Schleswig-Holstein),
die zur Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs gehört.
Darüber hinaus gehören noch die Evangelisch-lutherische
Erlösergemeinde Vahrendorf (Gemeinde Rosengarten) in Niedersachsen
und die deutschsprachige Minderheiten-Kirchengemeinde der deutschen
Nordschleswiger in Dänemark zur Nordelbischen Kirche.
An der Spitze der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche
steht die Kirchenleitung, die aus zehn von der Synode für sechs
Jahre gewählten Mitgliedern sowie aus dem Bischofskollegium
besteht. Einer der beiden Bischöfe hat den Vorsitz der Kirchenleitung
inne. Nach Vollendung ihres 65. Lebensjahres treten die Bischöfe
in der Regel in den Ruhestand.
Bischöfe
Sprengel Hamburg und Lübeck
2008 bis 16. Juli 2010: Maria Jepsen, war bereits seit 1992 Bischöfin
von Hamburg
Nach Jepsens Rücktritt hat ihr Stellvertreter, Propst Jürgen
Bollmann, das Amt kommissarisch übernommen.
Sprengel Schleswig und Holstein
seit 2008: Gerhard Ulrich
seit 2009: Gothart Magaard, Bischöflicher Bevollmächtigter
für den Sprengel Schleswig und Holstein (neu geschaffenes Amt;
Magaard soll damit Bischof Ulrich im Rahmen der Fusion der drei
Nordkirchen in seiner Arbeit als Bischof entlasten;
der Sprengel Schleswig und Holstein hat somit quasi zwei Bischöfe)
Als Parlament hat die Landeskirche eine Synode. Deren
Mitglieder, die Synodalen, werden von den Kirchenkreissynoden, von
den Mitarbeitern und aus den Diensten und Werken gewählt; ein
Teil der Synodalen wird berufen. Ihr Vorsitzender ist der Präsident
der Synode, derzeit Hans-Peter Strenge. Die Synode tagt in der Regel
zweimal im Jahr, aufgrund der Fusionsvorbereitungen aber derzeit
deutlich häufiger. Ihre Aufgaben sind ähnlich wie die
von politischen Parlamenten.
Sprengel mit ihren Kirchenkreisen
Die Nordelbische Kirche besteht seit einer Strukturreform im Jahr
2009 aus zwei Sprengeln mit zusammen 11 Kirchenkreisen und 594 Kirchengemeinden.
Sprengel Schleswig und Holstein:
Altholstein (dem Kirchenkreis Altholstein gehören mit Holtenau
und Pries/Friedrichsort auch zwei Gemeinden in Südschleswig
an.)
Dithmarschen
Nordfriesland
Ostholstein
Plön-Segeberg
Rantzau-Münsterdorf
Rendsburg-Eckernförde
Schleswig-Flensburg
Sprengel Hamburg und Lübeck:
Hamburg-Ost (dem Kirchenkreis Hamburg-Ost gehört mit der
Gemeinde Vahrendorf auch eine Gemeinde in Niedersachsen an)
Hamburg-West/Südholstein
Lübeck-Lauenburg (die Domgemeinde Ratzeburg gehört seit
1554 der Mecklenburgischen Landeskirche an)
Von 1977 bis 2008 verteilten sich 27 Kirchenkreise auf drei Sprengel:
Sprengel Hamburg: Alt-Hamburg, Altona, Blankenese, Harburg, Niendorf,
Stormarn
Sprengel Holstein-Lübeck: Eutin, Kiel, Herzogtum Lauenburg,
Lübeck, Münsterdorf, Neumünster, Oldenburg in Holstein,
Pinneberg, Plön, Rantzau, Segeberg
Sprengel Schleswig: Angeln, Eckernförde, Eiderstedt, Flensburg,
Husum-Bredstedt, Norderdithmarschen, Rendsburg, Schleswig, Süderdithmarschen,
Südtondern
| Die Abschnitte 3 bis 7 basieren auf dem Artikel NEK
aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter
der GNU-Lizenz
für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine
Liste der Autoren verfügbar. |
Mitgliederzahlen der Nordelbischen Kirche
|
Jahr
|
Mitglieder
|
in % der Bev.
|
Kirchenaustritte
|
in %
|
|
|
|
|
|
|
|
2001
|
2 233 740
|
|
21 221
|
1,0
|
|
2002
|
2 212 722
|
|
20 453
|
0,9
|
|
2003
|
2 175 833
|
47,7
|
19 863
|
0,9
|
|
2004
|
2 151 450
|
47,1
|
17 954
|
0,8
|
|
2005
|
2 129 100
|
46,5
|
14 365
|
0,7
|
|
2006
|
2 109 960
|
46,0
|
15 095
|
0,7
|
|
2007
|
2 085 964
|
45,1
|
16 809
|
0,8
|
|
2008
|
2 063 690
|
44,8
|
20 981
|
1,0
|
|
2009
|
2 033 879
|
44,1
|
18 537
|
0,9
|
Quelle: Kirchenamt der EKD, Referat Statistik
Statistiken zu den Bundesländern: Schleswig-Holstein,
Hamburg,
Niedersachsen
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