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| Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig |
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| Dietrich-Bonhoeffer-Str. 1 |
38300 Wolfenbüttel |
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Landesbischof: Friedrich Weber
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Präses der Synode: Gerhard Eckels |
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| Mitglieder der Landeskirche (2009): |
386 329 (46,5 % Bevölkerungsanteil) |
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| Kirchenaustritte (2009): 2 548 (0,6 %) |
www.landeskirche-braunschweig.de |
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Wenn Sie aus der Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig
austreten wollen, müssen Sie dies beim Standesamt erklären.
Die Zuständigkeit richtet sich nach Ihrem Wohnort.
Standesämter
in Niedersachsen
Standesämter
in Sachsen-Anhalt
Die Geschichte der Landeskirche ist untrennbar mit der Geschichte
des Landes Braunschweig verbunden, das im Laufe seiner Geschichte
mehrmals in verschiedene Linien aufgeteilt, dann wieder zusammengeführt
wurde und dadurch seine Grenzen mehrmals veränderte. Auch seine
Bezeichnung wechselte mehrmals zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel,
wobei sich erst im 19. Jahrhundert die Bezeichnung Herzogtum Braunschweig
durchsetzte. Nach mehreren Versuchen hatte das Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel
1568 endgültig die Reformation nach lutherischem Vorbild eingeführt
und 1569 erhielt das Land eine erste Kirchenordnung. Zuvor gehörte
das Gebiet kirchlich meist zu den Bistümern Hildesheim und
Halberstadt. Große Bedeutung für das Land Braunschweig
hatte die von Herzog Julius, Fürst von Braunschweig-Wolfenbüttel,
gegründete welfische Universität Helmstedt (Academia Julia
oder Academia Julia Carolina oder academia helmstadiensis), die
von 1576 bis 1810 bestand und zugleich die erste protestantische
Neugründung einer Universität in Norddeutschland war.
Im 16. Jahrhundert wurde das Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel
erweitert um Teile des Hochstifts Hildesheim, sowie um die Fürstentümer
Göttingen und Calenberg sowie um die Grafschaft Blankenburg.
Nach Aussterben der Wolfenbütteler Linie 1634 kamen die verbleibenden
aus 3 getrennten Teilen bestehenden Lande an die Linie Lüneburg-Dannenberg.
1704 wurden auch andere Bekenntnisse, wie die inzwischen bestehende
reformierte Gemeinde sowie wieder neu entstandene katholische Gemeinden
toleriert. 1754 wurde die Residenz von Wolfenbüttel nach Braunschweig
verlegt. Nach dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 wurde das Land
nochmals vergrößert, dann kam es 1807 zum Königreich
Westphalen bevor es 1813 als eigenständiges Land wiederhergestellt
wurde. 1815 trat es dem Deutschen Bund bei, und 1871 wurde es ein
Gliedstaat des Deutschen Reichs. Oberhaupt der Kirche im Herzogtum
Braunschweig war der jeweilige Herzog als summus episcopus. Die
Verwaltung der Kirche oblag dem Konsistorium in Wolfenbüttel.
Geistlicher Leiter war ein Superintendent.
Nach dem Ersten Weltkrieg (Wegfall des Landesherrlichen Kirchenregiments)
wurde die Braunschweigische Landeskirche selbständig und erhielt
am 6. Januar 1922 eine neue Verfassung. Seither steht an der Spitze
der Landeskirche nunmehr der Landesbischof. Das Konsistorium wurde
zum Landeskirchenamt. Träger der Kirchengewalt ist der neu
eingerichtete Landeskirchentag, der den Landesbischof, die Mitglieder
der Kirchenregierung sowie die Mitglieder des Kollegiums des Landeskirchenamts
wählt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Evangelisch-lutherische
Landeskirche in Braunschweig Gründungsmitglied der Evangelischen
Kirche in Deutschland (EKD) und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen
Kirche Deutschlands (VELKD). 1971 schloss sie sich der neu gegründeten
Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen an. Seit
1976 gehören die ehemals braunschweigischen Gemeinden Lunsen
und Thedinghausen nach fast 300 Jahren zur Landeskirche Hannover.
Die Gemeinden waren 1679 von der bremischen Kirche an die braunschweigische
Kirche gekommen. Bis heute wird gelegentlich eine Fusion der Landeskirchen
auf niedersächsischem Gebiet zu einer gemeinsamen Landeskirche
ins Gespräch gebracht.
Das Gebiet der "Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig"
umfasst das ehemalige Land Braunschweig, das bis 1945 bestand und
dann zum Großteil Bestandteil des Bundeslandes Niedersachsen
wurde. Lediglich Teile um Blankenburg im Harz sowie nördlich
von Haldensleben wurden seinerzeit dem Land Sachsen-Anhalt und damit
später der DDR zugeordnet. Kirchlich blieb das Gebiet jedoch
bei Braunschweig, was nach der Wiedervereinigung erneut bestätigt
wurde. Durch Bildung der Stadt Salzgitter 1942 (Gebietsaustausch
zwischen den Ländern Hannover und Braunschweig) war das Gebiet
des Landes Braunschweig bereits geringfügig verändert
worden, was sich auch auf die Kirchengrenzen auswirkte.
Auf die heutige Verwaltungsgliederung in den Bundesländern
Niedersachsen und Sachsen-Anhalt bezogen, umfasst die Evangelisch-lutherische
Landeskirche in Braunschweig folgende Gebiete:
vom Bundesland Niedersachsen:
- den ehemaligen Regierungsbezirk Braunschweig ohne den Landkreis
Göttingen sowie Teile der Stadt Wolfsburg und der Landkreise
Gifhorn, Goslar, Northeim, Osterode am Harz und Peine
- vom ehemaligen Regierungsbezirk Hannover Teile der Landkreise
Hildesheim und Holzminden
vom Bundesland Sachsen-Anhalt:
- den Raum Blankenburg im Harz im Landkreis Wernigerode und den
Raum nördlich von Haldensleben im Ohrekreis
An der Spitze der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig
steht der Landesbischof, der von der Landessynode gewählt wird.
Nach Vollendung seines 65. Lebensjahres tritt der Bischof in der
Regel in den Ruhestand. Der Landesbischof hat seinen Amtssitz in
Wolfenbüttel im Landeskirchenamt, dessen Vorsitzender er ist.
Er ist ferner Vorsitzender der Kirchenregierung. Ihr gehören
neben dem Landesbischof ein nichtordiniertes Mitglied des Landeskirchenamts,
drei nichtordinierte und zwei ordinierte Synodale an.
Landesbischöfe
1885 - 1895: Carl von Schmidt-Phiseldeck (Präsident des Landeskonsistoriums)
1896 - 1906: Gustav Spies (Präsident des Landeskonsistoriums)
1906 - 1923: Friedrich Sievers, (Präsident des Landeskonsistoriums,
ab 1921 Vorsitzender der vorläufigen Kirchenregierung)
1923 - 1933: Alexander Hans Bernewitz
1933 - 1934: Wilhelm Joachim Ludwig Julius Beye, (wurde abgesetzt)
1934: Oskar Evers, Bevollmächtigter der DEK
1934 - 1947: Dr. phil. Helmut Johnsen (zunächst kommissarischer
Kirchenführer, dann Landesbischof)
1946 - 1965: D. Friedrich Julius Martin Erdmann (zunächst Landeskirchenpräsident)
1965 - 1982: Dr. theol. Gerhard Johannes Wilhelm Theodor Heintze
1982 - 1994: Prof. Dr. Gerhard Müller
1994 - 2002: Dr. h.c. Christian Krause
2002 - heute: Dr. theol. Friedrich Weber
Als Parlament hat die Landeskirche eine Landessynode.
Deren Mitglieder, die Synodale, werden überwiegend von den
Propsteien gewählt, einige auch von der Kirchenregierung berufen.
Ihr Vorsitzender ist der Präsident der Synode, derzeit Gerhard
Eckels. Die Synode tagt etwa 2 mal im Jahr. Ihre Aufgaben ähneln
in einigen Bereichen denen von politischen Parlamenten.
In der Verwaltungshierarchie ist die Landeskirche von unten nach
oben wie folgt aufgebaut:
An der Basis stehen die Kirchengemeinden als Körperschaften
des öffentlichen Rechts mit gewählten Kirchenvorständen,
den "Kirchenverordneten" und den Pfarrern. Die Kirchenverordnete
werden von den Gemeindegliedern gewählt.
Mehrere Kirchengemeinden bilden zusammen eine Propstei (in der allgemeinen
Verwaltung einem Landkreis vergleichbar), an dessen Spitze ein Propst
steht. Die Propsteien sind ebenfalls Körperschaften des öffentlichen
Rechts und haben als Gremium die Propsteisynode mit einem Propsteivorstand.
Die Mitglieder der Propsteisynode werden von den jeweiligen Kirchenverordneten
der Kirchengemeinden gewählt.
Die 13 Propsteien bilden die Landeskirche (in der allgemeinen Verwaltung
dem Bundesland vergleichbar). Eine mittlere Ebene (in der allgemeinen
Verwaltung einem Regierungsbezirk vergleichbar) gibt es in der Evangelisch-Lutherischen
Landeskirche in Braunschweig nicht.
Die 13 Propsteien
Bad Gandersheim
Bad Harzburg
Braunschweig
Goslar
Helmstedt
Königslutter
Salzgitter-Bad
Salzgitter-Lebenstedt
Schöppenstedt
Seesen
Vechelde
Vorsfelde (in Wolfsburg)
Wolfenbüttel
Kirchengemeinden
Die 13 Propsteien sind in 414 Kirchengemeinden unterteilt.
Mitgliederzahlen der Evangelisch-lutherischen Landeskirche
in Braunschweig
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Jahr
|
Mitglieder
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in % der Bev.
|
Kirchenaustritte
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in %
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|
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|
|
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2001
|
432 401
|
|
4 323
|
1,0
|
|
2002
|
427 149
|
|
3 784
|
0,9
|
|
2003
|
417 576
|
49,3
|
3 434
|
0,8
|
|
2004
|
415 678
|
48,6
|
2 620
|
0,6
|
|
2005
|
410 525
|
48,2
|
2 111
|
0,5
|
|
2006
|
405 931
|
48,0
|
2 511
|
0,6
|
|
2007
|
400 362
|
47,7
|
2 260
|
0,6
|
|
2008
|
393 155
|
47,1
|
2 960
|
0,7
|
|
2009
|
386 329
|
46,5
|
2 548
|
0,6
|
Quelle: Kirchenamt der EKD, Referat Statistik
Statistiken zu den Bundesländern: Niedersachsen
- Sachsen-Anhalt
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