Informationen zum Christentum

Das Christentum ist mit ca. 2 Milliarden Anhängern die größte Religion der Erde und eine der sieben Weltreligionen. Der Begriff Christentum (v. griech. christianismós) wird erstmals in einem Brief des syrischen Bischofs Ignatius von Antiochia erwähnt. Die Anhänger des Christentums nennen sich selbst Christen. Die Apostelgeschichte erzählt, dass die Nachfolger Christi den Namen Christen zuerst von den Ungläubigen der syrischen Stadt Antiochia erhielten, in welche sie nach den ersten Verfolgungen in Palästina geflohen waren.

Das Christentum ist eine monotheistische, gestiftete und missionierende Religion. Ihre Wurzeln liegen im Judentum des zweiten Tempels, in Palästina, zur Zeit der römischen Herrschaft vor circa 2000 Jahren. Das Christentum geht zurück auf die Anhänger eines jüdischen Wanderpredigers namens Jesus von Nazareth. Jesus wird von den Christen als der Christus, also der jüdische Messias verehrt sowie als der Mensch gewordene Gottessohn.

Christentum wird auch häufig synonym zu Christenheit verwendet.

1 Verbreitung

Die christliche Religion, alle Glaubensrichtungen zusammengenommen, ist gegenwärtig die zahlenmäßig bedeutendste Weltreligion; es wird geschätzt, dass ungefähr ein Drittel aller Menschen auf der Welt einer der christlichen Kirchen angehören.

Die offiziellen Zahlen werden danach berechnet wie viele Leute offiziell in einer christlichen Gemeinschaft getauft sind. Im Regelfall wird man durch die Taufe als Kleinkind Christ und Mitglied einer Kirche.

Dies führt allerdings auch zahlreiche Probleme mit sich. So erhöht diese Praxis der Kindstaufe zwar die offiziellen Zahlen, allerdings gibt es wohl - hauptsächlich im Westen - zahlreiche Taufscheinchristen, die sich nicht bewusst als Christen sehen und in keiner Weise über religiöse Belange nachdenken, oder sich dem Atheismus, Agnostizismus oder anderem zugehörig fühlen. Im extremsten Fall betrachten einige dieser offiziellen Christen das Christentum negativ. Viele evangelische Freikirchen lehnen daher die Kindstaufe ab mit der Begründung, erst sei der Glaube und dann die Taufe erforderlich, um Christ zu werden (Gläubigentaufe).

1.1 Christentum in Zahlen

RegionBevökerungChristen 
 in Mio.in Prozentin Mio.
Europa73071,0 %519,1
Deutschland8269,4 %57,1
Schweiz786,6 %6,4
Österreich889,7 %7,3
Asien3.6918,5 %316,5
Afrika78448,3 %379,4
Nordamerika309,681,5 %259,0
LateinAmerika51991,6 %476,6
Pazifik373,3 %22,9
Weltweit6.06532,5 %1.973,0

LandBevölkerungKatholikenProtestanten
 in Mio.in Prozentin Mio.in Prozentin Mio.
Deutschland82,434 %2834 %28
Schweiz7,546 %3,440 %3
Österreich8,274 %64,7 %0,4
Weltweit6.37917 %1.1025,6 %358

Tabelle 1: 2000. Tabelle 2: 2004 Quelle: CIA World Factbook

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2 Zusammenhalt, Organisation und Richtungen

Die gesamte Christenheit wird als "die Kirche" bezeichnet, als Leib Christi mit Christus als Kirchenoberhaupt und jeder einzelne Christ stellt ein Glied dieses mystischen Leibes dar. Manche Theologen unterscheiden zwischen der "unsichtbaren Kirche", die alle gläubigen Christen aller Konfessionen umfasst, und der oder den sichtbaren Kirchen, deren Mitglieder mehr oder weniger gläubig sein können. Alle christlichen Kirchen und Gemeinden fühlen sich dem Leib Christi zugehörig. Die Meinungen darüber, wer außer der spezifischen Kirche auch noch dem Leib Christi zugehört, sind jedoch sehr unterschiedlich: das Spektrum geht von "alle getauften Mitglieder aller christlichen Kirchen " über "wir wissen es nicht" bis zu "nur wer so wie wir glaubt und in unserer Gemeinschaft getauft ist".

Viele Kirchen sind in einer mehr oder weniger lockeren Gemeinschaft mit anderen Kirchen, die in beiderseits anerkannten Lehren begründet ist, ohne deshalb ihre spezifischen Lehren und Bräuche aufzugeben. Beispiele für solche Gemeinschaften sind der Ökumenische Rat der Kirchen, die Evangelische Allianz, die Leuenberger Konkordie. Daneben gibt es auch Kirchengemeinschaften, die die vollständige gegenseitige Anerkennung von Sakramenten, Kirchenmitgliedschaft und Ämtern beinhalten. Beispiele für solche Kirchengemeinschaften sind die anglikanische Kommunion oder die östlich-orthodoxen Kirche oder die evangelischen Unierten Kirchen.

Innerhalb des Christentums entstanden bald mehrere Gruppierungen bzw. Strömungen, manchmal durch politische Motive oder geografische Gegebenheiten, aber auch durch abweichende Lehrmeinungen. Grob lassen sich diese Richtungen nach ihren Merkmalen in Konfessionen einteilen. Zu einer Konfession gehören eine oder mehrere Kirchen oder Gemeinden. Der einzelne Christ ist Mitglied einer bestimmten Kirche oder Gemeinde. Neben den Konfessionen gibt es heute auch konfessionsübergreifende theologische Richtungen, beispielsweise liberal, evangelikal, oder charismatisch.

2.1. Historische Entwicklung

Die älteste bedeutende Kirchenspaltung entstand anlässlich des Konzils von Chalcedon über Fragen der Christologie (Trennung der henophysitischen Kirchen).

In den folgenden Jahrhunderten vertiefte sich in der Reichskirche die Entfremdung zwischen der östlichen und westlichen Tradition bis zum definitiven Bruch (gemeinhin auf 1054 datiert). Die westliche Tradition entwickelte sich später im west-römischen Reich, während die östliche Tradition in Konstantinopel, Kleinasien, Syrien und Ägypten entstanden war. Die eigentlich dogmatischen Unterschiede bleiben bis heute gering.

Die westliche Tradition (Römisch-katholische Kirche ohne unierte Ostkirchen) erfuhr durch die Reformation des 16. Jahrhunderts eine neue tief greifende Spaltung. Sie betraf vor allem das Kirchen- und Sakramentsverständnis und die Erlösungslehre. Die reformatorische Bewegung führte zu mehreren parallelen Kirchenbildungen, von denen sich im weiteren Verlauf neue Gruppierungen lösten, die sich aber auch wieder zu Kirchengemeinschaften zusammenfanden.

Während die verschiedenen Traditionen sich früher gegenseitig exkommunizierten, sind sie heute bei einer gewissen Akzeptanz und Zusammenarbeit in der Ökumene angelangt und sehen Konfessionen, die die zentralen Elemente der christlichen Lehre ebenfalls bejahen, als christliche Schwesterkirchen an.

2.2 Östliche Tradition

In der antiken Welt gab es fünf christliche Patriarchate, denen jeweils die lokalen Metropoliten, Erzbischöfe und Bischöfe unterstellt waren: Rom, Konstantinopel, Alexandria, Antiochia und Jerusalem. War über wesentliche Lehrfragen zu entscheiden, wurde ein Konzil (eine Versammlung von Bischöfen) einberufen. Das höchste Ansehen genossen die ökumenischen Konzile, in denen Bischöfe aus allen Patriarchaten zusammenkamen; allerdings hatten auch diese nicht "das letzte Wort", denn mehreren Konzilen, die sich selbst als "ökumenisch" betrachteten, wurde dieser Status wegen mangelnder Zustimmung der Bevölkerung später aberkannt. Insgesamt gab es zwischen 321 und 787 sieben ökumenische Konzile, die bis heute von östlich-orthodoxen, katholischen und den meisten evangelischen Kirchen anerkannt werden; viele evangelische Kirchen erkennen allerdings das siebte Konzil nicht an wegen seiner Ikonenlehre.

Zu einer ersten Spaltung kam es 451 nach dem ökumenischen Konzil von Chalcedon, das die Natur Christi als sowohl menschlich als auch göttlich definierte. Die Patriarchate einschließlich Rom akzeptierten den Konzilsentscheid. Die henophysitischen Kirchen haben dagegen eine Auslegung gewählt, die nicht mit der des Konzils vereinbar ist. Die Koptische Kirche hält Jesus für fleischgewordenes Wort, d.h. er ist göttlich, jedoch in vollkommen fleischlicher Gestalt. Beide spalteten sich von ihren jeweiligen Patriarchaten Antiochia und Alexandria ab. Die Assyrische Kirche des Ostens vertrat eine dem Henophysitismus entgegengesetzte Position.

In der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends entwickelte dann die römische Kirche Lehren, die nicht von ökumenischen Konzilen abgesegnet worden waren, z.B. bezüglich Primat des Papsttums und Filioque und forderte Jurisdiktion über die übrigen Patriarchate, was diese verweigerten. Weitere Unterschiede bestanden seit langem bezüglich politischer Umgebung, Sprache und theologischen Ansätzen. Die Situation eskalierte und 1054 kam es zu einer gegenseitigen Exkommunikation zwischen dem Papst und dem Patriarchen von Konstantinopel. Auf diesen Anlass wird üblicherweise das Morgenländische Schisma zwischen östlich-orthodoxen Kirchen und der römisch-katholischen Kirche datiert. Trotz einiger Versöhnungsversuche blieben die Traditionen von da an getrennt.

Die Patriarchate von Konstantinopel, Alexandria, Antiochia und Jerusalem und einige seither neu dazugekommene nationale Kirchen, haben bis heute die gleiche Theologie und Spiritualität, die sich, im Gegensatz zur protestantischen und katholischen Theologie kaum verändert hat, und sehen sich als Teil der ursprünglichen, von Christus gegründeten Kirche. Allen ist gemeinsam, dass sie Bibel und Liturgie in der jeweiligen Landessprache haben. Die größte orthodoxe Kirche ist heute die Russisch Orthodoxe Kirche. Heute haben die orthodoxen Patriarchate oft auch Kirchen im Ausland, die ihnen unterstellt sind. Es gibt signifikante Unterschiede zwischen den Orthodoxen und den westlichen Kirchen - dazu gehören z.B die Interpretation der Dreieinigkeit und der Erlösungstat Christi, der Stellenwert der Liturgie, die Heiligungslehre, die Spiritualität, die Bedeutung von Ikonen, oder die Lehre über die Kirche. Die orthodoxen Kirchen haben ihre historischen Schwerpunkte in Osteuropa, im Balkan, im Nahen Osten, in Indien und in Nordostafrika, sind heute als Auswandererkirchen in allen Teilen der Welt zu finden.

2.3 Westliche Tradition

2.3.1 Katholische Tradition

Ursprünglich gab es in der westlichen Tradition, nach innerkirchlichen Auseinandersetzungen zwischen den Päpsten (=urspr. Bischof) resultierend die katholische Kirche von Rom. Eine zentrale katholische Lehre besagt, dass der Bischof von Rom (Papst) eine Autorität besitzt, die direkt auf den Apostel Petrus zurückgeführt werden kann und die ihn zum Stellvertreter Christi und damit Inhaber des obersten Lehr- und Hirtenamts in der christlichen Kirche macht. Daraus hat sich eine spezifische Lehre von der Kirche und ausgeprägte Hierarchie entwickelt. Ebenso sieht sich die katholische Kirche - gemeinsam mit der orthodoxen Kirche - als alleinige Verwalterin aller Sakramente, da sie in ihr die Kirche Christi subsistiert sieht (vgl. 2. Vatikanisches Konzil Lumen Gentium). Katholische Kirche und orthodoxe Kirchen unterscheiden sich also hauptsächlich darin, dass es in der orthodoxen Kirche keinen Papst gibt (obwohl der Patriarch von Konstantinopel einen Ehrenvorrang innehat) und die Orthodoxie von synodalen Prozessen geleitet wird. In beiden Kirchen gibt es 7 heilige Sakramente (Taufe, Heilige Eucharistie/Kommunion, Salbung bzw. Firmung, Sakrament der Versöhnung/Bußsakrament, Krankensalbung, Priesterweihe, Ehe). In orthodoxen Kirchen werden die Sakramente Taufe, Erstkommunion und Firmung zusammen im Kindesalter gespendet, während dies in der römisch-katholischen Kirche zeitlich abgestuft wurde; in den katholischen Ostkirchen werden Eucharistie und Firmung ebenfalls unmittelbar nach der Taufe gespendet. Der Zölibat wird in der orthodoxen Kirche wie auch in den katholischen Ostkirchen nur für das Bischofsamt und für Ordensleute vorgeschrieben, während er in der westlichen katholischen Kirche für alle Priester vorgeschrieben ist. Die Lehre beider Kirchen basiert auf der Lehre Christi, deren Verständnis in der kirchlichen Tradition unter der Leitung des Heiligen Geistes fortschreiten kann, wobei eine "traditio constitutiva" (unveränderbar) und eine "traditio divino-apostolica" die sich in der menschlichen traditiones zeigt (Ausdruck, daher veränderbar) zu unterscheiden ist. Die Orthodoxie beschränkt die "traditio constitutiva" auf die von ihnen anerkannten ökumenischen Konzilien.

Die katholische Kirche ist bei weitem die größte christliche Konfession und weltweit vertreten. Von ihr abgespalten haben sich einige wesentlich kleinere Gruppen, die sich ganz in der katholischen Tradition sehen aber mit den neuen Dogmen des ersten bzw. einigen Lehren des zweiten Vatikanischen Konzils nicht übereinstimmen. Ein besonderer Fall ist die Church of England, die ein eigenes Kirchenoberhaupt (den König/die Königin von England) hat. Auch sie sieht sich, ebenso wie ihre Tochterkirchen in der Anglikanischen Kirchengemeinschaft, in der apostolischen Sukzession, was die römisch-katholische Kirche anfangs unter Hinweis auf den Bruch in der Sukzession wegen des vom englischen König Heinrich VIII. erzwungenen Absetzung von kirchlichen Würdenträgern ablehnte, jedoch kehrte die Sukzession durch Mitgliedschaft in der Utrechter Union und Teilnahme von gültig geweihten Bischöfen wieder zurück. Die katholische Kirche anerkennt mittlerweile die Sukzession bei den orthodoxen Kirchen und Kirchen der Utrechter Union (inkl. Anglikaner, siehe auch Bischofssynode vom 30. September 2003). Die apostolische Sukzession spielt eine Rolle bei der Gültigkeit der Weihe von Bischöfen und daran anknüpfend Priestern. Die bereits nach dem I. Vatikanischen Konzil abgespaltenen Altkatholiken lehnen die Unfehlbarkeit des Papstes ab und ebenso den Pflichtzölibat; die Leitung obliegt ähnlich der Orthodoxie der Synode.

Katholische Gottesdienste sind jedermann zugänglich, der Kommunion-Empfang jedoch nur für getaufte Katholiken nach Empfang der Erstkommunion möglich. Die Interkommunion ist untersagt und nur in Ausnahmefällen gestattet, wenn ein gleiches Kommunionsverständnis vorhanden ist. (Stichwort: Transsubstantiation: die Verwandlung von Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi durch die Wandlungsworte eines geweihten Priesters)

2.3.2 Evangelische Tradition

Hier muss man zwischen Theorie und Praxis unterscheiden. In der Praxis haben die meisten evangelischen Kirchen durchaus etwas, das man als Traditionen bezeichnen könnte, sowohl theologischer als auch organisatorischer und ritueller Art. In der Theorie kann man aber schwerlich von evangelischer Tradition sprechen, da evangelische Kirchen weniger auf der altkirchlichen Tradition beruhen (diese in manchen Fällen sogar ablehnen), sondern sich fast ausnahmslos in der Reformationszeit oder später neu aus der Bibel definieren (Sola Scriptura = allein die Schrift). Vereinfacht kann man sagen: Die evangelischen Kirchen erklärt sich aus der biblischen Schrift heraus (Sola Scriptura), während sich die katholischen Kirchen aus der Schrift und der Überlieferung erklärt. Um die Mitte des zweiten Jahrtausends entwickelte sich an verschiedenen Orten im deutschen Sprachraum aus Protest gegen Missbräuche in der katholischen Kirche die Reformation. Die Lehre Luthers ist festgehalten in 95 Thesen und einem von ihm verfassten Katechismus. Luther selbst war noch Verfechter der Kindstaufe, des Bußsakraments und der Marienverehrung. Er verfasste allerdings eine neue Rechtfertigungslehre, die besagt, der "Glaube allein" (Sola Fide) würde den Menschen retten. Basierend auf dieser Rechtfertigungslehre, es würde nichts weiter erforderlich sein als allein der Glaube, legten die nachfolgenden evangelischen Zersplitterungen nach und nach alle Sakramente bis auf Taufe und Abendmahl ab. In den nicht-lutherischen evangelischen Kirchen und Gemeinden stellt das Abendmahl ein rein symbolisches Gedächtnismahl dar (keine Realpräsenz Jesu in Brot und Wein) und das Bußsakrament wurde abgeschafft. (Allerdings ist es weiterhin möglich, die Beichte abzulegen und Absolution zu empfangen. Der Ablauf der Beichte ist unter anderem im evangelischen Gesangbuch aufgeführt.) Im freikirchlichen Bereich wurde die Kindstaufe oft durch die Erwachsenentaufe ersetzt, da man ja davon ausgeht, es müsse ein aktiver Glaube zur Errettung vorhanden sein (Sola Fide). Eine weitere Entwicklung sind so genannte Hauskreise in den Gruppierungen, wo man alles Institutionelle ablehnt. Die vielfältigen evangelischen Konfessionen sind völlig unabhängig voneinander und haben keine offizielle gemeinsame Lehre und kein gemeinsames Oberhaupt.

Gemeinsam ist den evangelischen Kirchen die "vier Solas": solus Jesus Christus, allein Jesus Christus als Herr der Kirche, sola scriptura allein die Bibel als Basis, sola gratia Erlösung allein durch Gnade, sola fide Rechtfertigung allein durch den Glauben.

Bezüglich Einstellung zur Kirchentradition gibt es alle Zwischenstufen von der Anglikanischen Kirche, die viele ursprünglich katholische Traditionen weiterführt bis zu den calvinistisch-reformierten Kirchen, die alle Kirchentradition außerhalb der Bibel ablehnen. Bezüglich Lehren über Taufe, Abendmahl, Sakramente und Kirchenstrukturen gibt es innerhalb der evangelischen Kirchen große Unterschiede. Über Lehre und Praxis wird in einigen Konfessionen durch Synoden oder Konferenzen auf internationaler Ebene entschieden, in anderen Konfessionen auf der Ebene der lokalen Kirche. Heute sind die Unterschiede zwischen liberalen und konservativen Flügeln innerhalb einer Konfession oft größer als die Unterschiede zwischen einzelnen Liberalen bzw. zwischen einzelnen Konservativen aus verschiedenen Konfessionen.

Während die evangelischen Konfessionen früher sehr stark die Unterschiede betonten, gibt es heute einige Ansätze zur Annäherung: Viele evangelische Konfessionen in Europa haben sich in der Leuenberger Konkordie zusammengeschlossen, konservative Konfessionen arbeiten in der evangelischen Allianz zusammen, in einigen Fällen ist es sogar zu Wiedervereinigungen gekommen (United Church of Canada aus Lutheranern, Methodisten und Presbyterianern, Uniting Church of Australia aus Presbyterianern, Kongregationalisten und Methodisten, United Church of Christ aus sieben Konfessionen).

2.4 Andere Konfessionen

Verschiedene andere Konfessionen, für die Jesus Christus ebenfalls eine zentrale Figur ist, sehen sich weder in der orthodoxen noch in der katholischen noch in der evangelischen Tradition. Gruppen die sich selbst so einordnen sind beispielsweise die Quäker, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ("Mormonen") die Zeugen Jehovas und die Vereinigungskirche. Diese Gruppen haben in der Regel sehr spezielle Auslegungen oder Strukturen, welche für Außenstehende oft nur schwer nachvollziehbar sind. Beispielsweise haben sie Ansichten über Dreieinigkeit, die nicht mit den ökumenischen Konzilen übereinstimmen oder gleichwertige Schriften neben der Bibel. Solche Gruppen haben oft die (allerdings unterschiedlich stark ausgeprägte) Tendenz, ihre eigene Sicht des Christentums absolut zu setzen und allen anderen Traditionen das Christsein abzusprechen und intern undemokratische Strukturen zu etablieren. Die Unitarier bezeichnen sich als Grenzchristen (borderline Christians), da Jesus Christus keine zentrale Rolle in ihrem Glaubenssystem spielt.

3 Lehre

Die zentralen Elemente der christlichen Lehre sind die Liebe zu Gott, die Liebe zum Nächsten und die Liebe zu sich selbst (christliche Ethik ); die Menschwerdung Gottes im Messias Jesus, sein Opfertod in Form der Kreuzigung sowie der Glaube an die leibliche Auferstehung nach dem Tode. Die Christen glauben, dass diese Ereignisse die Basis von Gottes Werk bilden, mit welchem die Menschheit mit ihm ausgesöhnt werden sollte, da alle Menschen, nach christlicher Lehre, als mit der sog. Erbsünde behaftet deklariert werden. Dies schloss die jüdischen Urchristen nach Jesu Kreuzestod, die diesen Glauben annahmen, von der Gemeinschaft der Juden aus, da diese es u.a. ablehnen, einen Menschen anzubeten, denn sie sahen in Jesus Christus nicht den verheißenen Messias und Sohn Gottes.
 
Jesus Christus ist nach der christlichen Glaubenstradition ganzer Gott und ganzer Mensch - mit der Einschränkung: ganzer Mensch jedoch ohne menschliche Sünde und von der Erbsünde frei. Zudem wird gelehrt, dass Jesus Christus nicht sündigen könne. Er wird als Mensch und als Gott angebetet. Im Gegensatz dazu lehnt der jüdische Glaube und die Lehre des Islam sowohl die Vorstellungen einer Inkarnation Gottes als Mensch als auch die Anbetung von Menschen ab.
 
Es existieren allerdings zahlreiche Meinungsunterschiede, was nun wirklich das entscheidende Kriterium für das Christ-Sein darstellt. Zum einen gehen viele davon aus, dass zum Christ-Sein sowohl das Befolgen der ethischen Prinzipien, wie auch aktive Teilnahme an der christlichen Kirche dazugehört. Andere Menschen sehen sich selbst als Christen weil sie gottesgläubig sind und die christliche Ethik achten, ohne dass sie allerdings selbst (aktives) Mitglied in einer Kirche sind. Der Ausdruck humanistische Christen bezeichnet wiederum Menschen, welche weder in einer Kirche sind noch an Gott glauben, jedoch ihre Ethik als christlich betrachten. Anonyme Christen (nach Karl Rahner) sind hingegen diejenigen, welche das Christentum nicht kennen oder es sogar bewusst ablehnen, aber dennoch der moralischen Prinzipien folgen. Wieder andere lehren, daß es eine bewußte Entscheidung für den christlichen Glauben geben muß (Bekehrung).

3.1 Ursprung und Einflüsse

Das Christentum geht auf die Lehren des Jesus von Nazareth zurück, die im ersten Jahrhundert der (daher rührenden) christlichen Zeitrechnung (A.D. = anno domini = Jahr des Herrn) von Urchristen entscheidend entwickelt und elaboriert wurde. Die Christen übernahmen die fünf Bücher Mose und andere alttestamentliche Schriften aus der jüdischen Tradition und viele grundsätzliche Lehren wie den Glauben an einen Messias oder Christus (aus dem griechischen: christos: Gesalbter). Von den Juden übernommen wurde auch die Art der Gottesverehrung; sowie das Gebet und die Verwendung der Psalmen. Die Gemeinsamkeit mit dem Judentum besteht in der Anbetung des gleichen Schöpfergottes. Jedoch sehen die Christen Gott als einen dreifaltigen Gott an (Trinität): Den Vater, den Sohn (Christus) und den Heiligen Geist. Jesus Christus ist nach christlicher Lehre zugleich ganz Mensch und ganz Gott. Die ersten Christen waren Juden, die sich zum christlichen Glauben bekehrten. Dem Christentum wird oft der Vorwurf gemacht, eine Hauptschuld an der Judenverfolgung gehabt zu haben. So gibt es auch heute noch Diskussionen darüber, ob Christen Juden die Schuld am Kreuzestod Jesu geben, da es jüdische Schriftgelehrte bzw. Priester waren, die von Pontius Pilatus die Hinrichtung Jesu forderten. Die Kirchenlehre selbst sagt dazu, dass jeder Sünder die Schuld am Kreuzestod Jesu trägt und hierfür nicht eine bestimmte Gruppe verantwortlich sei.

3.2 Bezugsquellen und "heilige" Schriften

Die zentrale Bezugsquelle für den Inhalt und das Wesen des christlichen Glaubens ist die Bibel, wobei ihre Wertung und Auslegung stark variiert.
Die christliche Bibel besteht aus zwei Teilen: dem Alten Testament und dem Neuen Testament. Das Alte Testament entspricht inhaltlich im Wesentlichen dem jüdischen Tanach und wurde von Jesus und den Urchristen ebenso wie von den Juden als Heilige Schrift gesehen. Das Neue Testament enthält Berichte vom Leben Jesu (Evangelien), der frühen Kirche (Apostelgeschichte; Urchristentum), Briefe der Apostel, sowie die Offenbarung des Johannes. Die Begriffe "Alt" und "Neu" für die Testamente, bezeichnen den Tatbestand, dass es aus Sicht der Christen einen alten und einem neuen Bund zwischen Gott und den Menschen gibt.
 
Der Inhalt des Alten Testaments wird von verschiedenen Konfessionen unterschiedlich gesehen, da die griechische Überlieferung der Septuaginta auch Texte enthält, die in der hebräischen Überlieferung nicht enthalten sind. Die Teile, die nur in der Septuaginta stehen, werden als je nach Sichtweise als deuterokanonische Schriften bzw. Apokryphen bezeichnet. Einzelheiten sind im Artikel Kanon des Alten Testaments aufgeführt.
 
Über den Inhalt des Neuen Testaments besteht bei allen großen Konfessionen ein Konsens, der sich in den ersten vier Jahrhunderten entwickelt hat. Einzelheiten sind im Kanon des Neuen Testaments aufgeführt.
 
Durch zahlreiche Funde von Kodizes und Papyri in den letzten zwei Jahrhunderten kann der ursprüngliche Text des Neuen Testaments heute mit recht großer Genauigkeit wissenschaftlich rekonstruiert werden. Einzelheiten dazu sind in Textgeschichte des Neuen Testaments beschrieben. Jedoch gehen die Meinungen der Theologen und der einzelnen Christen heute sehr weit auseinander in der Frage, in wie weit es sich bei diesem Text um exakte Überlieferungen von Jesus und den Aposteln oder um Zusätze der frühen Kirche handelt.
 
Ebenso gibt es sehr unterschiedliche Sichtweisen bezüglich der richtigen Methode der Übersetzung, die im Artikel Bibelübersetzung und bei den einzelnen Bibelübersetzungen detailliert sind.
 
Auch bezüglich Auslegung der biblischen Texte und ihrer praktischen Anwendbarkeit auf Ethik und tägliches Leben gibt es eine große Bandbreite von Meinungen, sowohl unter den Konfessionen als auch bei einzelnen Christen innerhalb der Konfessionen. Die offiziellen Aussagen und Bibelinterpretationen seitens der Kirchen spielten vor allem in früherer Zeit eine große Rolle, während die Menschen heute sich oft eigene Interpretationen zurecht legen, und nicht selten widersprechen sie dabei offen den Meinungen ihrer jeweiligen Kirchen.
 
Neben der Bibel spielen bei den meisten Konfessionen auch andere Überlieferungen wie Glaubensbekenntnisse, Tradition, Liturgie und christliche Vorbilder wie Heilige eine wesentliche Rolle in der Ausformung der kirchlichen Praxis.
 
Heute lassen sich einige Christen auch durch andere, insbesondere östliche Religionen oder durch neutestamentliche Apokryphen inspirieren, Texte aus den ersten zwei Jahrhunderten, die nicht in den Kanon der Bibel aufgenommen wurden. Beides gehört jedoch in keiner Kirche zur offiziellen Lehre.

3.3 Christliche Lehre

Während in der christlichen Lehre zahllose Varianten der zentralen Elemente der christlichen Lehre existieren, gibt es doch einige Punkte, die orthodoxe, katholische und evangelische Konfessionen über die meiste Zeit in den letzten 2000 Jahren für unverzichtbar für den christlichen Glauben gehalten und mehrfach offiziell bestätigt haben:

  • Es existiert nur ein einziger Gott, Gott ist dreieinig - ein einziges ewiges Wesen, das in drei Personen existiert: Vater (Schöpfer), Sohn (Jesus Christus) und Heiliger Geist. Es gibt den verborgenen (deus absconditus) und den geoffenbarten (deus relevatus) Gott.

  • Jesus Christus ist der Sohn Gottes und der Messias der jüdischen Vorhersage. Die jüdische Mutterreligion erwartet nach wie vor einen Messias. Auch im Islam trägt Jesus (Isa) den Titel al-masih und nicht wenige Muslime sind überzeugt, dass seine Wiederkehr die Endzeit einleiten wird.

  • Jesus Christus hat das kommende Gottesreich verkündet und ist selbst vorweggenommener Beginn, mit seiner leiblichen Auferstehung neben Gott im Himmel. Jesus konnte nicht sündigen. Durch sein Selbstopfer am Kreuz ist den Gläubigen ihre Schuld der Erbsünde vergeben, welche ihnen seit ihrer Geburt anhaftet, und sie sind mit Gott versöhnt. Jesus ist ganz Gott und ganz Mensch, zwei Naturen in einer Person.

  • Gläubige werden auf den Tod von Christus getauft. Durch den Glauben leben sie spirituell und werden vom Tod in ein ewiges Leben (leiblich) auferstehen können. Sie empfangen den Heiligen Geist, der Hoffnung bringt und die Kirche in Gottes Wahrheit und gemäß Gottes Absichten führt.

  • Jesus regiert zur Rechten Gottes mit aller Vollmacht und Autorität in leiblicher Auferstehung. Er wird wiederkehren, um die Gläubigen zu sich zu holen, damit sie ewig in der Gegenwart Gottes leben werden. Bis er am Ende der Zeiten zurückkehrt, hat die Kirche den Auftrag, die Gute Nachricht zu predigen.

  • Die Lehre, dass der Mensch durch die Erbsünde von der Gemeinschaft mit Gott getrennt erklärt wird und aus eigener Kraft diese Gemeinschaft nicht wieder herstellen kann, sondern dass sie durch den Glauben an Jesus Christus wieder hergestellt wird. Über die genaue Art dieser Erlösung der Gläubigen und den Weg dazu gibt es innerhalb der verschiedenen christlichen Konfessionen unterschiedliche Auffassungen.

  • Die christliche Bibel ist das Wort Gottes oder von Gott inspiriertes Werk und es gibt keine anderen Bücher die den gleichen Stellenwert für die Christen, wie die Bücher der Bibel haben. Obwohl die Christen sich nicht einig sind, wie wörtlich die Bibel genommen werden sollte und es unterschiedliche Interpretationen vieler Stellen gibt, ist sie dennoch die generell anerkannte Quelle von Informationen über Jesus und Gott.

  • Maria, die Mutter von Jesus, gebar den Sohn Gottes, der, obwohl in Ewigkeit existierend, in ihrem Leib gezeugt wurde durch den Heiligen Geist. Von ihrer Menschlichkeit empfing er menschlichen Verstand und Willen und all das, was ein Kind natürlicherweise von seiner Mutter mitbekommt. Maria wird laut frühchristlichem Konzilsbeschluss Theotokos = Muttergottes genannt. In der katholischen und orthodoxen Kirche wird Maria um Fürsprache gebeten, aber offiziell nicht angebetet, sondern verehrt (Marienverehrung). Die evangelische Kirche misst Maria eine geringere Bedeutung bei. Während Martin Luther den Gläubigen noch die Fürsprache Mariens empfahl, hat sich dies nicht bis in die Gegenwart gehalten. Nur selten finden sich noch Marienstatuen oder -bilder in lutheranischen Kirchen, in den übrigen evangelischen Kirchen fehlen sie ganz.

4 Beziehung zu anderen Religionen

Das Christentum hat andere Religionen beeinflusst, deren Nachfolger sich zwar nicht als Christen ansehen, aber Jesus als Propheten Gottes anerkennen. Der Islam ist die größte dieser Religionen, Jahrhunderte christlich-islamischer Auseinandersetzungen haben jedoch das Jesus-Bild im Koran undeutlich werden lassen. So trägt Jesus im Koran einerseits positive Titel wie Messias, Wort Gottes und auch Geist Gottes; ebenso wird er wie sämtliche biblische Propheten als ein solcher angesehen. Im Koran wird Jesus sogar öfter erwähnt als Muhammad.
Scharf zurück gewiesen werden jedoch Dreieinigkeit und jede Anbetung Jesu. Umstritten (und nach mehrheitlicher, nicht ausschließlicher Auffassung geleugnet) ist die Kreuzigung. Erst sehr langsam beginnt der entfaltende Dialog hier anzusetzen.
 
Dem Christentum werden generell unter Nichtchristen positive wie negative Effekte zugesprochen. Positiv wird meist die Lehre der Nächstenliebe gesehen. Auch setzen sich weltweit viele Christen für den Frieden und für Konzepte gegen die Armut ein. Negativ wird die Geschichte des Christentums mit Kreuzzügen, Hexenverfolgungen und Antijudaismus gesehen. Die Positionen zu künstlicher Empfängnisverhütung, Homosexualität und Abtreibung sind nicht nur innerchristlich umstritten.
 
Es ist ein Anliegen der christlichen Kirchen, sich untereinander zu versöhnen und eine gemeinsame Basis zu schaffen (Ökumene), als auch eine Aussöhnung mit anderen Religionen herbeizuführen. Dazu veranstaltet beispielsweise der Vatikan regelmäßig interreligiöse Treffen, das Bekannteste dabei das Gebet der Weltreligionen in Assisi. Ziel ist ein friedliches Koexistieren der Religionen, denn sehr viele Kriege wurden aus religiösen Motiven heraus geführt. Nicht übersehen darf man, dass die frühen Christen stark verfolgt wurden und dass auch heute noch, vor allem in kommunistischen und islamischen Ländern, Christen verfolgt werden.

5 Kritik am Christentum

Anhänger anderer Religionen, Atheisten, aber auch Christen selbst übten seit jeher Kritik am Christentum. Hierbei ist es oftmals schwer zu unterscheiden, ob sich die Kritikpunkte gegen die Kirche, die kirchliche Interpretation der Bibel, oder gar gegen die fundamentalen Prinzipien des Christentums selbst richten.
 
Während das Wort des Papstes oder anderer kirchlicher Autoritäten früher als ultimativ galt, gilt Kritik an den Kirchen heute nicht mehr als Tabu. Einige Menschen in der Kirchenkritik gehen sogar soweit, dass sie das organisierte Kirchentum als Verfälschung des Christentums ansehen.

5.1 Wissenschaftliche Kritik

Verschiedene wissenschaftliche Disziplinen führen Kritikpunkte auf bezüglich der historischen Person Jesu Christi, der Bibel und der urchristlichen Geschichte.

  • Jesus von Nazaret wird auch von säkularen Historikern als historische Person und galiläischer Rabbi, über den - außer seiner aktiven Zeit von ein bis drei Jahren als Prediger und seinem Tod - kaum etwas bekannt ist, anerkannt.

  • Die Bibelgeschichte von der Geburt in Betlehem wird von manchen als eine nachträgliche Erfindung im Dienste der Missionierung der Juden gesehen, da diese einen Messias aus dem Hause Davids erwarteten, was für einen Aramäer aus Nazaret nicht zugetroffen hätte. Also sei die Geburtsgeschichte mitsamt Kindesmord, Stern, Verheißung usw. nach Betlehem verschoben und reichlich ausgeschmückt worden.

  • Angezweifelt werden auch die Berichte über Wundertaten, die nach manchen Autoren nachträglich entstanden seien.

  • Manche Autoren nehmen an, dass die Lehre von Jesus die gleiche war, die auch die Essener vertraten oder auch, dass Jesus selbst ein Essener war.

  • Einige Autoren halten die Stiftung der Kirche durch Jesus für einen nachträglichen Einschub, da Jesus als Jude an das Ende der Welt und jüngste Gericht in unmittelbarer Zukunft glaubte.

  • Manche Autoren halten nicht die Apostel, sondern Paulus von Tarsus für den eigentlichen Begründer des Christentums oder gehen davon aus, dass erst später unter den entwurzelten Randgruppen und Sklaven des römischen Reiches die reichlich ausgeschmückte und abgewandelte Geschichte von dem ans Kreuz geschlagenen Gottessohn ihre hohe Attraktivität bekommen habe.

5.2 Kriminalgeschichte des Christentums

siehe: Karlheinz Deschner: Kriminalgeschichte des Christentums

6 Links

Deutschland 
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