Er wird in der arabischen Stadt Mekka als Familienmitglied der
Haschemiten von dem Herrscherstamm Quraysh im so genannten Jahr
des Elefanten nach dem Tod seines Vaters (Abdullah) geboren. Muslime
feiern seinen Geburtstag am 12. Rabi' al-Awwal, in westlichen
Quellen findet man häufig das Datum 20. April 571. Im Alter
von sechs Jahren verliert er seine Mutter Amina. Dann wird er
von seiner Pflegemutter (Halime) betreut, die dann aber auch verstirbt.
Er wächst bei seinem Großvater Abd ul-Muttalib auf,
der für ihn der liebste Mensch war. In jungen Jahren arbeitet
Muhammed als Schafhirte, später unternimmt er einige Handelsreisen,
unter anderem nach Syrien.
Im Jahr 595 heiratet er seine damalige Arbeitgeberin, die Kaufmannswitwe
Chadidscha bint Chuwailid (555(?)-619), die deutlich älter
als er war. Sie ist später eine der ersten, die sich zum
Islam bekennt.
606 wird seine Tochter Fatima geboren, die als einzige seiner
Kinder selbst Kinder hatte; von ihr stammen alle heute noch lebenden
Nachfahren Mohammeds ab. Solange Chadidscha lebt, heiratet Mohammed
keine weiteren Frauen.
| 1.3 Die ersten Offenbarungen |
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Sehr früh lehnt er den Polytheismus und die Götzendienerei
seines Volkes ab und zieht sich öfter in eine Berghöhle
bei Mekke namens Hiraa' zurück auf der Suche - nach dem einen
Gott, dem Gott seines Vaters Abraham. Gegen 610 (mit 40 Jahren)
soll ihm der Erzengel Gabriel (arabisch Dschibril) erschienen
sein und ihm die ersten Offenbarungen des Koran übermittelt
haben, der von den Anhängern Muhammeds noch zu dessen Lebzeiten
aufgeschrieben wird.
Die Ablehnung und Feindseligkeit, die dem Religionsgründer
in Mekka entgegenschlägt, veranlasst Mohammed nach dem Tod
Chadidschas zur Auswanderung in das 300 km entfernte Yathrib,
das spätere al-Madina al-Munawwara, kurz al-Medina (arabisch
für die erleuchtete Stadt, kurz die Stadt); im September
622 bricht Mohammed mit seinem Freund Abu Bakr auf der Flucht
dorthin auf, in der Nacht bevor die mekkanischen Stämme ihre
Pläne ausführen können, ihm das Leben zu nehmen.
In Yathrib wird er von den dort beheimateten Stämmen der
Aus und Hasradsch freundlich aufgenommen. Mit dieser Auswanderung
(Hidschra), genauer gesagt mit dem Tage seiner Ankunft in Medina,
beginnt die islamische Zeitrechnung. Viele der Muslime aus Mekka
folgen ihm. Als politischer und religiöser Führer der
Stämme Medinas schafft er ein schnell expandierendes Reich.
Von 623 an kämpft Mohammed mit seinen Anhängern
gegen die Stadt Mekka, die sich 630 schließlich unterwirft.
Er führt dort noch die Wallfahrt (Haddsch) durch, seinen
Wohnsitz lässt er jedoch in Medina. Zwei Jahre später
stirbt er in Medina und wird dort auch begraben; seine Grabstätte
ist bis heute erhalten.
| 1.6 Die Nachfolge Mohammeds |
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Nach seinem Tod wird Abu Bakr als erster Kalif von den Muslimen
gewählt, deren Reich zu diesem Zeitpunkt große Teile
der arabischen Halbinsel umfasst.
Muslime setzen hinter den Namen Mohammeds die Eulogie «Gott
segne ihn und schenke ihm Heil!» , in der Literatur oft
abgekürzt mit sas , saws oder auch
"sav".
Mohammed heiratete 9 bzw. 12 Frauen; man kommt auf die Zahl 12,
wenn man die Sklavinnen einbezieht. Der Koran erlaubte dem Propheten
ausdrücklich, mehr als die sonst im Islam
maximal gestatteten vier Ehen einzugehen. Einige Frauen heiratete
er als Witwen, um deren Versorgung sicherzustellen; andere Heiraten
dienten der Festigung politischer Bindungen und der Verbreitung
des Islams.
Erst nach dem Tod seiner ersten Frau Chadidscha im Jahr 619, also
im Alter von ungefähr 50 Jahren, hat Mohammed andere Frauen
geehelicht. Seine Lieblingsfrau Aischa bint Abi-Bakr, die er 623
heiratete, als diese sechs Jahre alt war, und die Ehe vollzog,
als sie neun war, war als einzige keine Witwe. Mohammed hatte
keine leiblichen Kinder von seinen späteren Frauen. Die Frauen
Mohammeds werden von Muslimen die Mütter der Gläubigen
genannt.
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