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Preise und Auszeichnungen |
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1988 erhielt Karlheinz Deschner den Arno-Schmidt-Preis, 1993
den Alternativen Büchnerpreis und im gleichen Jahr als erster
Deutscher den "International Humanist Award" der International
Humanist and Ethical Union. Zudem wurde Deschner 2001 mit dem
Erwin-Fischer-Preis des Internationalen Bundes der Konfessionslosen
und Atheisten (IBKA) und dem Ludwig-Feuerbach-Preis des Bundes
für Geistesfreiheit, Bayern, ausgezeichnet.
2004 wurde Deschner selbst Namensgeber eines Preises. Auf dem
Festakt zum 80. Geburtstag des Schriftstellers gab die Giordano-Bruno-Stiftung
bekannt, dass sie künftig alle zwei Jahre einen mit 10.000
Euro dotierten Förderpreis ("Deschnerpreis") vergeben
wird. Mit dem Deschnerpreis sollen Personen oder Organisationen
ausgezeichnet werden, "die - wie der Namensgeber Karlheinz
Deschner - in besonderem Maße zur Stärkung des säkularen,
wissenschaftlichen und humanistischen Denkens und Handelns beitragen."
Ebenfalls 2004 wurde Deschner mit dem Wolfram-von-Eschenbach-Preis
des Bezirks Mittelfranken für sein Lebenswerk ausgezeichnet.
Bereits Karlheinz Deschners Roman Die Nacht steht um mein Haus (1956)
erregte Aufsehen, das sich ein Jahr später bei Erscheinen der
Streitschrift Kitsch, Konvention und Kunst zum Skandal steigerte,
weil sie damals unbekannte Autoren lobte und damals beliebte dichterische
Werke wortgewaltig angriff. Seit 1958 veröffentlicht Karlheinz
Deschner entlarvende und provozierende Geschichtswerke zur Religions-
und Kirchenkritik.
Vor allem mit der "Kriminalgeschichte des Christentums"
wurde Karlheinz Deschner das Ziel christlicher Kritik; auch kirchenkritische
Vertreter des Christentums,
unter ihnen der Tübinger Theologe und Kritiker der katholischen
Kirche Hans Küng, halten Deschners fundamentale Kritik für
"nicht akzeptabel". 1994 erschien ein Sammelband unter
dem Titel Kriminalisierung des Christentums? mit 23 Stellungnahmen
von Kirchenhistorikern und anderen Wissenschaftlern verschiedener
Konfession zur "Kriminalgeschichte". Deschner antwortete
auf die Kritik in Form einer Replik im 5. Band seiner "Kriminalgeschichte
des Christentums".
Auch Deschners Motivation für sein Werk, das er selbst als
Feindschaft zu denen bezeichnet, deren Geschichte ihn zum Feind
gemacht habe, wurde kritisiert, weil sie keine Basis für
eine ernst zu nehmende Geschichtsschreibung sein könne -
ohne freilich zu erklären, warum eine Motivation aus dem
Glauben an das Christentum
heraus eine bessere Basis darstellen könnte. Die "Kriminalgeschichte
des Christentums" konnte im großen und ganzen nicht
widerlegt werden, was nicht verwundert, weil Deschner den Stand
der Wissenschaft zu diesem Thema zusammenstellt.
Aber die Kritik erstreckt sich nicht nur auf das kirchenkritische
Werk Deschners.
Kritisiert wird auch Deschners USA-kritisches Werk "Der
Moloch". Bemängelt werden Formulierungen, die sonst
angeblich nur bei Rechtsradikalen und Verschwörungstheoretikern
zu finden seien.
In diesem antiamerikanischen Werk spricht Deschner davon, daß
"gewisse Kreise der USA" den Schock des 11. September
möglicherweise besser verschmerzt haben, als gedacht. Diese
Tragödie sei diesen "gewissen Kreisen", wie auch
die von Pearl Harbor, "gar zugute" gekommen. Der 11.
September, so wird argumentiert, begünstige möglicherweise
für diese "gewissen Kreise" sogar die Durchführung
einer "Serie von Präventivschlägen", von "Angriffskriegen",
von "Eroberungskriegen" und "Raubkriegen".
Dies "überall da, wo es den USA passt".
Bezüglich Deschners Werk "Der Moloch" ist weiterhin
kritisiert worden, daß diesem weder in der Erstausgabe (1992)
noch in der 10 Jahre später (2002) erschienenen "überarbeiten"
Ausgabe ein Quellenverzeichnis beigefügt ist. Dieses für
Deschner untypische Defizit liegt darin begründet, dass der
Verleger der Originalausgabe den Autor zeitlich unter Druck setzte
und das Buch vor Fertigstellung des Quellenapparats auf den Markt
brachte. Da die entsprechenden Exzerpte Deschners später
angeblich verlorengingen, fehlt der wissenschaftliche Apparat
- sehr zum Bedauern des Autors - auch in der Neuausgabe von 2002.
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Von den Ursprüngen bis zum Tod des hl. Augustinus
(420)
Der erste Band beginnt mit dem Auftakt im Alten Testament.
Die Landnahme von Moses und Josua, die vielen Todesstrafen,
die Gräuel Davids, die beginnende Priesterherrschaft
und deren Geldgier. Schon in neutestamentlicher Zeit beginne
der Kampf gegen das Judentum, und früh beginne die
Verteufelung von Christen durch Christen und der Angriff
auf das Heidentum. Deschner analysiert die Christenverfolgungen
im Spiegel der Schauermärchen kirchlicher Geschichtsschreibung.
Mit Kaiser Konstantin I. verschärfe sich der Kampf
gegen Juden, "Irrgläubige" und Heiden. Im
letzten Teil beschreibt er die Kirchenlehrer Athanasius,
Ambrosius und Augustinus, der den "heiligen Krieg"
sanktioniert habe.
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| 3.2 Band 2, Die
Spätantike |
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Von den katholischen "Kinderkaisern" bis zur
Ausrottung der arianischen Wandalen und Ostgoten unter Justinian
I.
Die "Zustände wie im alten Rom" seien charakteristisch
für die Zustände der römischen Kirche. Die
spätantiken Grausamkeiten christlicher Hirten würden
bis heute von Kirchengeschichtlern vielfach beschönigt
und verschwiegen.
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3.3 Band 3, Die
Alte Kirche
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Fälschung, Verdummung, Ausbeutung, Vernichtung
Anders als in den anderen Bänden, die chronologisch
vorgehen, wird hier das antike Christentum
nach Verbrechensschwerpunkten durchmustert.
- Das christliche Fälschungswesen
- Der Wunder- und Reliquienschwindel
- Die Wallfahrtswirtschaft
- Die Verdummung und der Ruin der antiken Bildung
- Die christliche Büchervernichtung und die Vernichtung
des Heidentums
- Die Erhaltung und Festigung der Sklaverei
- Die doppelzüngige Soziallehre und die tatsächliche
Sozialpolitik der Großkirche
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3.4
Band 4, Frühmittelalter
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Von König Chlodwig I. bis zum Tode Karls des Großen
Die ersten Jahrhunderte des Frühmittelalters waren
wild und blutbefleckt wie kaum welche, aber auch weihrauchgeschwängert.
Es kommt zur Abspaltung von Byzanz, der Krieg gegen den
Islam beginnt. Die Päpste in Rom werden zu mächtigen
Herrschern. Papst Gregor I. der "Große"
ist ein Mann der doppelten Moral, der immer wieder Buße
und den nahenden Weltuntergang predigt, selber aber die
Ausbreitung seiner Macht um jeden Preis betreibt, wozu er
Kerker, Folter, Geiselnahme und Plünderungen empfiehlt,
aber auch mit Bestechungen umzugehen weiß. Neben seinen
Attacken gegen Schismatiker, Heiden und Ketzer findet er
aber noch Zeit, Werke zu schreiben, die von Geistlosigkeit,
Aberglauben und Banalität strotzen. Die "Konstantinische
Schenkung", die größte Urkundenfälschung
der Weltgeschichte. Am Ende des Bandes steht Karl der Große
mit seinen opportunistischen Beziehungen zu den Päpsten,
seine überaus blutige "Schwertmission" bei
den Sachsen und seine Zerstörung des Langobarden- und
des Awarenreiches.
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3.5
Band 5, 9. und 10. Jahrhundert
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Von Ludwig dem Frommen bis zum Tod Ottos III.
Im hier dargestellten 9. und 10. Jahrhundert kommt es zu
einer innigen Verfilzung weltlicher und kirchlicher Macht.
Geistliche Fürstentümer entstehen, es blüht
der Kriegsdienst des hohen Klerus. Unter den Ottonen ist
die Kirche im Heiligen Römischen Reich völlig
militarisiert; Bistümer und Abteien gebieten über
ein bedeutendes militärisches Potenzial. Auch Päpste
ziehen in den Krieg: 849 Leo IV., 877 Johannes VIII., 915
Johannes X.. Die verschiedenen Päpste exkommunizieren
sich gegenseitig, einige werden in den Kerker geworfen,
erwürgt, verstümmelt, vergiftet. Sergius III.
lässt gleich zwei umbringen. Pseudoisidor.
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3.6
Band 6, 11. und 12. Jahrhundert
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Von Kaiser Heinrich II. dem "Heiligen"
bis zum Ende des Dritten Kreuzzugs
Dieser Band behandelt Kaiser Heinrich II. den Heiligen,
der, mit Heiden verbündet, drei Kriege gegen das katholische
Polen führt. Das folgenschwere Pontifikat von Gregor
VII., einem "aggressiven Satan", der im Investiturstreit
zum Sieg des Heiligen Stuhls über den Kaiserthron führt
- Stichwort Canossa. Das Schisma mit der Ostkirche. Den
Ersten Kreuzzug mit dem Massaker aller Einwohner von Jerusalem,
den Zweiten und den Dritten Kreuzzug.
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3.7
Band 7, 13. und 14. Jahrhundert
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Von Kaiser Heinrich VI. zu Kaiser Ludwig
IV. dem Bayern
In diese Zeit fallen der Staufer-Kaiser Heinrich VI., der
die Weltherrschaft auch ohne päpstlichen Segen wollte,
der mächtigste Papst der Geschichte, Innozenz III.,
Kreuzzüge in alle Himmelsrichtungen, darunter der Vierte
Kreuzzug, der Kreuzzug Friedrichs II., die Kreuzzüge
Ludwigs IX. nach Ägypten und Tunis, der groteske Kinderkreuzzug,
die Kreuzzüge von Christen gegen Christen, die Sizilianische
Vesper, die Vernichtung der Templer, die Ausrottung der
"Heiden" im Nordosten, das christliche Judenmorden
und nicht zuletzt die totalitäre Inquisition, die jegliche
Regung freiheitlicher Geister unterdrücken sollte.
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3.8
Band 8, 15. und 16. Jahrhundert
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Vom Exil der Päpste in Avignon bis
zum Augsburger Religionsfrieden.
Die Hexenjagd beginnt. Die Renaissance-Päpste. Der
Kampf gegen die innerchristliche Opposition (Wycliff, Hus,
Luther). Christliches Wirken in der Neuen Welt.
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