-
"Die erste Regel: Nicht töten. Kein Leben eines
fühlenden Wesens zerstören. Allen Lebewesen ist
der Tod Leiden. Wer diese Regel beachtet, nährt sein
Mitgefühl und sein Verständnis.
-
Die zweite Regel: Nicht stehlen. Was uns nicht gegeben wird,
sollen wir nicht nehmen.
-
Die dritte Regel: Keine sexuellen Verfehlungen, keine Beziehungen,
die Leiden für andere oder sich selbst verursachen.
-
Die vierte Regel ist die, keine Unwahrheit zu sagen. Benutzt
keine Worte, die die Wahrheit verdrehen oder die Hass oder
Zwietracht säen. Verbreitet keine Nachrichten, von denen
ihr nicht sicher wisst, dass sie stimmen.
-
Die fünfte Regel ist die, keine berauschenden Stoffe
zu sich zu nehmen. Wer berauscht ist, wird schnell alle anderen
Regeln brechen.
Wenn ihr diese Regeln befolgt, werdet ihr Leiden und Zwietracht
vermeiden und fremdes und eigenes Glück vervielfältigen."
(Nach Buddhas
Worten im Tipitaka)
| 2 Die "Vier
Edlen Wahrheiten" des Buddha |
|
Die von ihm dargelegte Lehre fasste er wie ein Arzt, als der
er sich auch bezeichnete, in den "Vier Edlen Wahrheiten"
zusammen:
-
Es gibt Leid (im Leben) / das Leben ist frustrierend, unvollkommen
(Pali: Dukkha).
-
Es gibt eine Ursache für Leid. Dies ist die grundlegende
Unwissenheit (über die wahre Natur der Dinge - dass diese
im Bezug auf Ihre Existenz leer sind - leer von einer eigenen
Essenz). (Dieses Leid entsteht durch Begierde / Durst / Sich-Anklammern,
Egoismus) (Samudaya).
-
Es ist möglich, sich von Leid zu befreien. Es gibt ein
Ende von Leid. (Nirodha).
- Es gibt einen (von Buddha
gegebenen) Weg und Mittel das Leid zu beenden. Ein Weg dazu
wird gezeigt im sogenannten Achtfachen Pfad zum rechten Leben
(Magga).
Durch die zentrale Stellung des Leidensbegriffes im Buddhismus
hat sich dieser den Vorwurf einer pessimistischen Weltanschauung
eingehandelt. Dem ist entgegenzuhalten, dass das Dharma (die Lehre
Buddhas)
einen Weg zur Leidensbefreiung aufweist - positiv gesagt: einen
Weg zum "Wohlsein" (Thich Nhat Hanh). Außerdem
muss man klar unterscheiden zwischen dem allumfassenden Prinzip
der bedingten Entstehung, welches diese vier edlen Wahrheiten
in konzentrierter Form darstellen, und seine spezielle Anwendung
auf das Leiden. Die bedingte Entstehung (Pali: Paticca-Samuppada)
ist die Darstellung der Seinsweise aller Phänomene in ihrer
dynamischen Entwicklung und gegenseitigen Bedingtheit, so wie
der Arhant Assaji die Lehre des Buddha
in kürzester Form Sariputra darlegte: "Der Tathagata
(Buddha)
hat den Ursprung jener Dinge erklärt, die aus einer Ursache
hervorgehen. Ihr Aufhören hat er ebenfalls erklärt.
Das ist die Lehre des großen Sramana (Heiligen)". Dass
der Buddha
nun "dukkha", das Leiden und das Unbefriedigende der
Existenz als Ansatzpunkt wählt, kommt aus seiner Überzeugung,
dass nur ein aus tiefstem Herzen kommender Impuls stark genug
sein kann, den unbelehrten Weltling auf einen Pfad zu bringen,
der die radikalste Veränderung in seinem Wesen bewirken soll.
Nur die Einsicht in die grundlegende unbefriedigende Natur unserer
Existenz kann stark genug sein, uns zum Handeln aufzurütteln.
Das Ziel buddhistischen Strebens ist aber keinesfalls nur die
Aufhebung des Leides, sondern die Verwirklichung von Vollkommenheit
(Vollkommenheit der Weisheit und des Mitgefühls, Nibbana),
was positiv und grundlegend ist.
| 3 Die
37 erforderlichen Dinge zur Erleuchtung (Bodhipakkhiyadhamma
37) |
Die Vier Grundlagen der Achtsamkeit (Satipatthana 4)
-
Achtsamkeit auf den Körper (Kayanupassana)
-
Achtsamkeit auf die Gefühle (Vedananupassana)
-
Achtsamkeit auf den Geist (Cittanupassana)
- Achtsamkeit auf die Geistesobjekte (Dhammanupassana)
Die Vier Rechten Anstrengungen (Samapadhana 4)
-
Anstrengung der Sinnenzügelung (Samvara Padhana)
-
Anstrengung zur Überwindung (Pahana Padhana)
-
Anstrengung zur Entfaltung (Bhavana Padhana)
- Anstrengung zur Erhaltung (Anurakkhana Padhana)
Die Vier Wege zum Erfolg (Iddhipada 4)
-
Wille, Streben, Absicht (Chanda)
-
Willenskraft, Anstrengung, Bemühen (Viriya)
-
Reinheit des Bewusstseins (Citta)
- Erforschen, Erwägen (Vimasa)
Die Fünf Fähigkeiten (Indriya 5)
-
Vertrauen Glauben (Saddha)
-
Willenskraft, Anstrengung (Viriya)
-
Achtsamkeit (Sati)
-
Sammlung, Konzentration (Samadhi)
-
Weisheit (Panna)
Die Fünf Kräfte (Bala 5)
-
Vertrauen, Glauben (Saddha)
-
Willenskraft, Anstrengung (Viriya)
-
Achtsamkeit (Sati)
-
Sammlung, Konzentration (Samadhi)
-
Weisheit (Panna)
Die Sieben Erleuchtungsglieder (Bojjhanga 7)
-
Achtsamkeit (Sati)
-
Gesetzesergründung (Dahamma Vicaya)
-
Willenskraft, Anstrengung (Viriya)
-
Verzückung, Freude (Piti)
-
Ruhe, Gestilltheit (Passaddhi)
-
Sammlung, Konzentration (Samadhi)
-
Gleichmut (Upekkha)
Der Edle Achtfache Pfad (Ariya Magga 8)
-
rechte Ansicht (samma ditthi)
-
rechte Gesinnung (samma sankappa)
-
rechte Rede (samma vacca)
-
rechtes Handeln (samma kammanta)
-
rechter Lebenserwerb (samma ajiva)
-
rechte Anstrengung oder Bemühung (samma vayama)
-
rechte Achtsamkeit (samma sati)
-
rechte Konzentration (samma samadhi)
Buddha
war weder ein Gott noch der Überbringer einer göttlichen
Wahrheit, sondern er stellte klar, dass er die Lehre, d. h. den
Dhamma (Sanskrit: Dharma) nicht aufgrund göttlicher Offenbarung
erhielt, sondern dass er vielmehr durch eigene meditative Schau
ein Verständnis der Natur des eigenen Geistes und der Natur
aller Dinge erlangte, welches jedem zugänglich ist, wenn
er seiner Lehre und Methodik folge. Auch warnte er vor blindem
Vertrauen in eine Autorität und hob dadurch die Selbstverantwortung
des Menschen hervor. Insbesondere verwies er auf die Vergeblichkeit,
die Welt mit Hilfe von Begriffen und Sprache zu erfassen und legte
damit den Grundstein einer gesunden und ausgeprägten Skepsis
gegenüber dem geschriebenen Wort, die in anderen Religionen
in dieser Radikalität kaum anzutreffen ist.
Zu den buddhistischen Überzeugungen gehört u. a. die
Reinkarnation und das Gesetz des Karma. Buddha
selbst hat jedoch keine metaphysischen Aussagen, z.B. über
das, was nach dem Tode geschehe, wer die Welt erschaffen habe,
etc. gemacht.
| 5 Verbreitung des Buddhismus |
|
Es leben weltweit circa 450 Millionen Buddhisten. Diese Zahl
ist jedoch nicht verbindlich, da es starke Schwankungen zwischen
einzelnen Statistiken gibt. Die Länder mit der stärksten
Verbreitung des Buddhismus sind Bhutan, Tibet, China, Südkorea,
Japan, Thailand, Myanmar, Vietnam, Kambodscha, Laos, Sri Lanka
, während er in seinem Ursprungsland Indien nur noch eine
kleine Minderheit darstellt (etwa 1% der Bevölkerung).
6 Schulen (buddhistische Hauptrichtungen)
|
|
HÎNAYÂNA »Kleines Fahrzeug«
[5. Jh. v.Chr., Indien]
Wichtigste Verzweigungen:
- Sthaviravâda / Theravâda [4./3. Jh. v.Chr., Indien]
- Mahâsânghika [4. Jh. v.Chr., Indien]
- Vâtsîputrîya (Pudgalavâda) [3.
Jh. v.Chr., Indien]
- Sarvâstivâda [3. Jh. v.Chr., Indien]
- Sautrântika [2. Jh., Indien]
MAHÂYÂNA »Großes Fahrzeug«
[1. Jh. v.Chr., Indien]
Bedeutendste Philosophenschulen:
- Madhyamaka [2. Jh., Indien]
- San-lun [5. Jh., China]
-
Sanron [7. Jh., Japan]
- Vijñânavâda (Yogâcâra) [4.
Jh., Indien]
- Fa-hsiang-tsung [650, China]
- Hôssô-shû [660, Japan]
Wichtigste Verzweigungen:
- Amidismus (Glaubens-Schule) [1. Jh., Indien]
- Saddharmapundarîka (Lotos-Schulen) [280, Indien]
- Tantrayâna (Esoterische Schule) [500, Indien]
- Mi-tsung [720, China]
-
Shingon-shû [807, Japan]
- Vajrayana (Diamant-Fahrzeug) [8. Jh., Tibet, Bhutan, 15.Jh.,
Mongolei, 17.Jh. Burjatien]
- Nyingma [8. Jh., Tibet]
- Kadampa [1038, Tibet]
- Sakya [1073, Tibet]
- Kagyü [11. Jh., Tibet]
-
Gelug [1409, Tibet]
- Dhyâna (Meditations-Schule) [6. Jh., China]
- Chan-tsung [526, China]
- Zen-shû [12. Jh., Japan]
- Rinzai-shû [1191, Japan]
- Sôto-shû [1244, Japan]
- Ôbaku-shû [1654, Japan]
Es existieren zwei Hauptrichtungen des Buddhismus: Hinayana ("Kleines
Fahrzeug") [heute nur noch in der Form des Theravada = "Lehre
der Alten" existent] und Mahayana (= "Großes Fahrzeug").
Der Theravâda ist am weitesten verbreitet in Sri Lanka, Myanmar,
Thailand, Laos, Kambodscha und teilweise auch in Vietnam. Das Mahâyâna
ist vor allem in Nord- und Ostasien (China, Korea, Japan, Taiwan,
Vietnam) beheimatet.
Das Tantrayana oder Vajrayana wird manchmal als dritte Hauptrichtung
des Buddhismus aufgeführt, ist trotz der bestehenden Eigenheiten
aber dem Mahâyâna zuzuordnen.
Der Theravâda-Buddhismus hat einen in der Pali-Sprache
verfassten Kanon seiner grundlegenden Schriften, der Tipitaka
genannt wird (im Westen eher bekannt durch die Sanskrit Bezeichnung
Tripitaka). Der Name bedeutet "Dreikorb", aufgrund seiner
Aufteilung in drei Kompendien:
-
Das Vinayapitaka enthält Regeln für die Gemeinschaft
(Sangha) der buddhistischen Mönche und Nonnen.
-
Das Suttapitaka enthält die Lehrreden (Sutren) des Buddha.
-
Das Abhidhammapitaka enthält eine philosophische Systematisierung
der Lehren Buddhas.
Der Mahâyâna-Buddhismus verwendet außerdem
viele ursprünglich in Sanskrit abgefasste Mahâyâna-Sutren,
die hier als überlegene Lehren gelten. Ein Teil davon ist
nur noch in Chinesischen Übersetzungen erhalten.
Allgemein
Im Gegensatz zu den christlichen Orden, bestand
die Mönchsgemeinde seit Entstehung des Buddhismus. Zunächst
existierten nur Mönchsorden später auch Nonnenorden.
Beide Orden wurden von Buddha
selbst gegründet und in den ersten Jahren wurden Anwärter
nur vom ihm ordiniert. Später, wegen einer schnell wachsenden
Gemeinde, übertrug er das Recht Mönche zu ordinieren
auch auf seine Jünger. Das Leben eines Mönchs oder Nonne
ist asketischer, als das der christlichen Orden. Zunächst
gab es nur hauslose Wandermönche, die bettelnd ihren Lebensunterhalt
bestritten. Erst später wurden Aufentaltsstätten und
Unterkünfte gestiftet. Bis dahin wurden nur zur Regenzeit
Hütten gebaut die am Ende wieder abgerissen wurden. Im Buddhismus
gibt es nur einen Orden, auch wenn die Lebensweisen zum Teil recht
unterschiedlich sind. Es ist von verschiedenen "Schulen"
die Rede, da Ordensspaltung als eines der großen Vergehen
angesehen wird. Auch zu Buddhas
Zeiten gab es schon Versuche und Tendenzen der Ordensspaltung.
Diese waren aber meist politisch motiviert. Beim Ordenseintritt
wird nicht wie in christlichen Orden das Leben Gott geweiht und
ein lebenslanges Gelübde abgelegt, sondern die Gelübde
werden für die Zeit des Ordensaufenthals abgelegt und weniger
als Buße denn als Übungsweg verstanden. So kann der
Orden jederzeit verlassen und auch wieder beigetreten werden.
Die große Verehrung, die den buddhistischen Mönchen
entgegen gebracht wird, gilt nicht in erster Linie der Person
selbst, als viel mehr dem Respekt vor dem Dhamma, das der Mönch
oder die Nonne verkörpert/repräsentiert. Es gibt weder
einen Missionierungs-Auftrag noch muss der Glaube bekannt werden.
Deshalb gibt es auch keine wirklichen Märtyrer oder Märtyrertum.
Heutzutage entscheiden sich aber immer weniger Menschen für
das Mönchsleben. Gab es vor 40 Jahren bei 1 Millionen Tibetern
noch über 110.000 Mönche und Nonnen, so sind es heute
bei 2,7 Mio Einwohnern nur noch 46.000. Änliches ist auch
in anderen traditionell buddhistischen Ländern zu beobachten.
Buddhistischen Mönchen ist es nicht gestattet Frauen zu berühren
oder sich mit einer Frau an einem geheimen oder nicht öffentlichen
Ort aufzuhalten, geschweige denn Geschlechtsverkehr zu haben.
Auch das Darlegen der Lehre gegenüber einer Frau ist in ausführlicher
Form nur in Beisein eines weiteren Mannes erlaubt.
Die Patimokkha
In der Patimokkha sind die ersten und wichtigsten Mönchsregeln
enthalten. Sie regeln alle Bereiche des Mönchsleben. Die
Nonnen haben darüber hinaus noch weitere spezielle Regeln.
Hier sind nur einige genannt die auch für die Laien interessant
sein können bei dem Umgang mit buddhistischen Mönchen.
Sammeln von Almosen
Buddhistische Mönche dürfen nur um Wasser oder Medizin
(Hygieneartikel wie z.B. Zahnbürsten zählen dazu) bitten
und wenn ihm das Gewand gestohlen wurde, nach einem neuem Gewand.
Alles andere muss ihm unaufgefordert gegeben worden sein. (Dementsprechend
bedanken sich Mönche auch nicht, weil es ihnen nicht geschenkt,
sondern geopfert wird. Also um gutes Karma zu erwirken und nicht
um den Mönch eine Freude zu machen). Mönche dürfen
keine Einladung ausschlagen um eine später gemachte Einladung
anzunehmen. Sie müssen die erste annehmen oder alle ablehnen.
Mönche dürfen weder Geld noch Schmuck annehmen. Auch
kein rohes Getreide (deshalb kochen sie auch nicht selbst). Sie
dürfen kein Fleisch verzehren, wenn sie wissen oder vermuten,
dass das Tier für sie getötet wurde. Die Lebensmittel,
die sie nicht bis 12 Uhr verzehrt haben, müssen sie weg schütten
und dürfen erst am nächsten Morgen wieder essen. Alkohol
ist ganz verboten, so wie alle berauschenden Mittel. 3/4 des Essens
sollte aus der Beilage bestehen.
Schonen von Lebewesen
Mönche dürfen keine Lebewesen gewollt oder aus grober
Unachtsamkeit töten oder jemanden dazu veranlassen es zu
tun. Deshalb können sie nicht Rasen mähen, Erde umgraben
oder jemanden auffordern dies zu tun. Mönche dürfen
auch nicht zum (Selbst-)Mord aufhetzen oder jemandem die Mittel
dazu verschaffen.
Unterkünfte
Mönche dürfen mit Nicht-Ordinierten höchstens drei
Nächte zusammen in einem Raum schlafen und mit Frauen gar
nicht. Wenn ein Mönch sich einen Ort zum Wohnen sucht, der
als allgemein gefährlich oder unheimlich gilt, darf er dort
keine Almosen in Empfang nehmen (sondern muss sie selber holen).
Stellt ein Laie einem Mönch eine Unterkunft zur Verfügung,
darf er diese höchstens vier Monate nutzen. Es sei denn er
ist krank (dies soll eine zu enge Bindung beziehungsweise Abhängigkeit
vermeiden).
Umgang mit Anderen
Wenn es keinen triftigen Grund gibt, sollten Mönche nicht
nach 12 Uhr in Versammlungen gehen. Theater, Kino, Sportveranstaltungen
oder Paraden dürfen von Mönchen nicht besucht werden.
Baden ist erlaubt, aber keine Wasserschlachten, erschrecken oder
abkitzeln. Lagerfeuer sind nur aus wichtigen Anlass erlaubt. Mönche
dürfen Mitglieder oder Asketen von Orden anderer Glaubensrichtungen
nicht bedienen, sondern dürfen ihnen nur Dinge anbieten.
Mönche dürfen sich nicht mit Kriminellen verabreden
(und) mit ihnen die selbe Strecke zusammen gehen. Die Lehre darf
nur jemanden dargelegt werden, der Respekt zeigt. Mönche
dürfen sich nicht als Händler betätigen.
Ferner...
Das Urinieren im Stehen ist Mönchen auch nicht gestattet.
Theravâda (Theravadins)
In der Theravada-Tradition wird noch am engsten mit den Patimokkha-Regeln
gelebt. Aber auch hier wurden schon z.T. Konzessionen an das moderne
Leben gemacht. So lässt sich der Umgang mit Geld nicht immer
vermeiden. In der Theravada-Tradition sind die Klöster weitestgehend
autonom, im Gegensatz zu den christlichen Orden, an deren Spitze
der Papst steht und das letzte Wort hat.
Mahâyâna (Mahasanghikas)
Im Mahayana sind weit mehr Regeln geändert worden. Das Ursprungsland
des Buddhismus ist Indien. Viele Regeln sind aber in der Patimokkha
klimabedingt. So ist die Regel nicht mehr als vier Kleidungsstücke
zu besitzen, für ein Mönch in Japan bei -5 °C nicht
mehr aufrecht zu erhalten. Es kamen aber auch neue Regeln hinzu.
So wird der Fleischverzehr bei vielen Mahayana-Schulen ganz abgelehnt.
|