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Atheismus
ist in großen Teilen der US-amerikanischen Bevölkerung
ein negativ besetzter Begriff. Die Atheist Alliance International
hielt zu diesem Phänomen im April 2003 eine Konferenz ab,
auf welcher der Begriff Bright vorgestellt wurde. Paul Geisert
und Mynga Futrell verwendeten den Begriff als positiv wertende
Bezeichnung für Menschen, die eine Weltanschauung vertreten,
die frei von Übernatürlichem ist. Sie hofften damit,
dass der Begriff eine ähnliche Entwicklung durchlaufen könnte
wie die Bezeichnung gay für homosexuell. Auf
diese Art und Weise sollte die Akzeptanz in der Bevölkerung
für Menschen mit naturalistischem Weltbild erhöht und
Vorurteilen und Diskriminierungen entgegengewirkt werden.
Anhänger des Netzwerks publizieren Artikel in verschiedenen Zeitschriften und Magazinen. Dies fand vor allem im englischen Sprachraum statt. Daher ist der Begriff Bright und die Brights-Bewegung in englischsprachigen Ländern auch wesentlich bekannter. Einige der Artikel waren bewusst provokativ verfasst. So begann der Philosoph Daniel Dennett seinen Artikel The Bright Stuff in der New York Times wie folgt: Die Zeit ist reif für uns Brights, uns zu bekennen. Was ist ein Bright? Ein Bright ist eine Person mit einem naturalistischen Weltbild, frei von Übernatürlichem. Wir Brights glauben nicht an Geister, Elfen oder den Osterhasen - oder an Gott. Richard Dawkins schrieb mehrere Artikel über die Brights. In seinem Artikel Let There Be Brights im Wired Magazine sagt er: Ich bin ein Bright. Sie sind (wahrscheinlich) ein Bright. Die meisten der Menschen, die ich kenne, sind Brights. Die Mehrzahl der Wissenschaftler sind Brights. Wahrscheinlich gibt es eine Menge geheimer Brights im Parlament, aber sie trauen sich nicht, es öffentlich zu sagen. Bedenken Sie bei diesen Beispielen, dass das Wort ein Substantiv ist, kein Adjektiv. Wir Brights behaupten nicht, bright im Sinne von intelligent zu sein, genauso wenig, wie die Schwulen behaupten, gay im Sinne von erfreut zu sein. Dawkins sieht den Begriff als ein Mem an und sagt von sich, dass er als unvoreingenommener Wissenschaftler neugierig darauf ist, wie es sich entwickeln wird. Außerdem weist Dawkins auf Studien hin, nach denen Atheismus und überdurchschnittliche Intelligenz korreliert. Weiterhin führt er die Entwicklung, dass Homosexuelle in Amerika heute gesellschaftlich akzeptierter sind, auf das Wort gay zurück und hofft in den Artikeln auf eine ähnliche Entwicklung mit dem Wort Bright. Es gibt nach Angaben der Brights Vereinigungen in über 140 Ländern. Als prominente Beispiele werden auf der Website unter anderem die aus der Skeptikerbewegung bekannten James Randi und Michael Shermer, der humanistische Autor Michael Schmidt-Salomon und Richard Dawkins genannt. .
Die Brights definieren folgende drei Hauptziele:
Die Ziele werden nach eigener Aussage ausschließlich im Rahmen eines festgesetzten Prinzipienkatalogs verfolgt.
Innerhalb der Skeptikerbewegung konzentriert sich die Kritik
besonders auf die Selbstbezeichnung als Bright": Chris
Mooney meint, dass die Selbstbezeichnung als Bright
dahingehend falsch verstanden werden kann, dass Brights sich für
klüger als ihre Mitmenschen hielten. Das führe dazu,
dass die überwiegende Mehrheit der meist ohnehin religiösen
Bevölkerung wieder zum alten Klischee von den arroganten
Atheisten zurückkehre; dieses Klischee sei der Mehrheit
ohnehin schon ins Bewusstsein gebrannt worden.[16] Der Bright-Mitbegründer
Daniel Dennett legt Menschen, die an Übersinnliches glauben
und den Begriff Bright kritisieren, in seinem Buch Breaking the
Spell nahe, ein ähnlich positiv besetztes Wort als Eigenbezeichnung
zu wählen und schlägt Supers vor, was eine Abkürzung
des englischen Wortes Supernaturalists sein soll.
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